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Bürokratie : Flüchtlinge müssen für Arbeitsvisum zurück ins Kriegsgebiet

  • Aktualisiert am

Zeltstadt für Flüchtlinge in Brandenburg Bild: dpa

Die Bundesagentur für Arbeit will hochqualifizierte Flüchtlinge schneller integrieren, doch noch stört die Bürokratie: So müssten Flüchtlinge für eine „Blue Card“ zurück in ihre Heimatländer, um ein Visum zu beantragen. Das soll sich ändern.

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          Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will hochqualifizierten Flüchtlingen den Zugang zu Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland erleichtern. „Unter den Flüchtlingen finden sich Hochqualifizierte, Ärzte und Ingenieure, die auch über eine Blue Card nach Deutschland als Arbeitskräfte einwandern könnten“, sagte BA-Vorstand Raimund Becker der „Rheinischen Post“ aus Düsseldorf. Er sprach sich für eine Herausnahme solcher Flüchtlinge aus dem Asylverfahren und für eine Aufenthaltsgenehmigung über die Blue Card aus.

          Die BA wolle für die Flüchtlinge bürokratische Hürden abbauen: Bislang müssten die Flüchtlinge, „um einen solchen Antrag zu stellen, (...) nach deutschem Recht zunächst zurück in ihr Heimatland, um dort ein spezielles Visum zu beantragen. Wenn sie vor Krieg und Verfolgung geflüchtet sind, ist das eine absurde Vorstellung“, kritisierte Becker. „Für diese Fälle benötigen wir die Möglichkeit zum Spurwechsel.“

          Diese Flüchtlinge sollten mit ihren Familien aus dem Asylverfahren herausgehen können und über die Blue Card den Status der zugewanderten Fachkraft erlangen. Becker sieht nach eigenen Worten in dem von ihm geforderten „Spurwechsel“ viele Vorteile für beide Seiten.

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