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Nach dem Brexit-Votum : Stimmung britischer Manager kippt

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Britanniens Notenbankchef Mark Carney stemmt sich gegen die Folgen des Brexit-Votums. Bild: Reuters

Brisante Umfrage: Nachdem die Briten für einen EU-Austritt abgestimmt haben, werden viele Unternehmer pessimistisch. Die Bank of England lockert die Regeln für die Banken.

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          Wie wirkt sich das Brexit-Votum auf die britische Wirtschaft aus? Vor der Abstimmung warnten renommierte Fachleute etwa der britischen Regierung, des Internationalen Währungsfonds und der Welthandelsorganisation davor, dass Britannien zurückfallen könnte in eine Rezession, wenn sich die Briten für einen EU-Austritt entscheiden.

          Genau absehbar ist das nach wie vor nicht, aber: Nach einer ersten Umfrage zwei Wochen nach dem Referendum ist hat sich die Stimmung in den Chefetagen deutlich verschlechtert. In der jüngsten Umfrage der Forschungsinstitute YouGov und Centre for Economics and Business Research (CEBR) gaben 49 Prozent der Firmen an, den allgemeinen wirtschaftlichen Ausblick für die nächsten zwölf Monate pessimistisch zu bewerten. Vor dem Referendum waren nur 25 Prozent dieser Ansicht.

          Auch die britische Notenbank befindet sich mittlerweile konkret im Krisenmodus. Die Währungshüter um Mark Carney haben an diesem Dienstag die Vorgaben für Banken gelockert: Sie müssen vorerst nicht mehr Geld für schlechtere Zeiten beiseite legen. Dass der bereits beschlossene spezielle Kapitalpuffer bis mindestens Juni 2017 ausgesetzt bleibe, bedeute aber nicht, dass die Geldhäuser mehr Spielraum für höhere Dividenden erhielten, äußerte Carney während einer Pressekonferenz in London.

          Die Banken sollen den Puffer vorhalten, um sich für konjunkturbedingte Risiken in der Kreditwirtschaft wappnen zu können. Der Außenwert des britischen Pfundes verminderte sich infolge des Brexit-Votums von 1,47 auf 1,31 Dollar.

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