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Bosch und Daimler : Arbeitgeber wollen weniger Kurzarbeitergeld zahlen

  • -Aktualisiert am

Schreck für die Daimler-Kurzarbeiter Bild: AP

Die Metallindustrie im Südwesten will weniger Kurzarbeitergeld bezahlen, wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung erfahren hat. Zehntausende Beschäftigte von Daimler, Bosch und diversen anderen Autozulieferer wären betroffen.

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          Die Metallindustrie im Südwesten will weniger Kurzarbeitergeld bezahlen. Zehntausende Beschäftigte von Daimler, Bosch und diversen anderen Autozulieferer arbeiten derzeit weniger, ohne dass sie wesentliche Einbußen am Nettoverdienst erleiden.

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das garantiert ein Tarifvertrag, der die Unternehmen in Baden-Württemberg verpflichtet, das Kurzarbeitergeld der Bundesanstalt für Arbeit auf deutlich mehr als 90 Prozent des Nettoentgelts aufzustocken. Kurzarbeit wird dadurch zu teuer, monieren jetzt die Arbeitgeber und streiten mit der IG Metall um eine Änderung dieser Regel.

          Gewerkschaft unbeeindruckt

          „Die Konditionen müssen für die Unternehmen attraktiv und damit verkraftbar sein“, sagt Hubertus Engemann, Geschäftsführer des Verbandes Südwestmetall. Ziel sei es, die Brücke der Kurzarbeit so lange wie möglich begehbar zu halten. „Die Firmen brauchen jetzt eine Lösung.“

          Die verklausulierte Drohung mit einem Stellenabbau beeindruckt die Gewerkschaft nicht. „Die Regel ist gut und richtig, für die Beschäftigten wie für die betroffenen Regionen, in denen sonst immense Kaufkraft verlorengeht“, beharrt ein IG-Metall-Sprecher. „Firmen sind nicht dazu da, immer nur Gewinne zu erzielen.“

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