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Carsten Knop

Wandel der Arbeitswelt : Wie wir die Roboter schlagen können

  • -Aktualisiert am

Berufe mit speziellem handwerklichen Wissen werden in Zukunft wieder interessanter werden Bild: dpa

Für Berufe mit vergleichsweise einfachen Verwaltungsaufgaben sieht es in Zukunft düster aus: Computer und Roboter werden diese Arbeitsplätze ersetzen. Es gibt nur zwei Auswege.

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          Die Zukunft ist gar nicht so schwer vorherzusehen, wie man manchmal glaubt. Immer mehr Computer beziehungsweise Roboter werden in den nächsten Jahren noch viel mehr menschliche Tätigkeiten ersetzen. Und Arbeitsplätze vernichten.

          Düster sieht es für Berufe aus, die mit vergleichsweise einfachen Verwaltungsaufgaben zu tun haben, die Computer untereinander ebenso gut abwickeln können: Das reicht von einzelnen Bestellvorgängen über Abläufe in der Buchhaltung bis hin zu Angestellten am Bankschalter.

          Dies wird dazu führen, dass klassische Berufe für die Mittelschicht immer seltener werden. Nicht jeder wird in der Lage sein, sich so stark zusätzlich zu qualifizieren, um künftig hochspezialisierte Expertenberufe ausüben zu können.

          Größerer Druck auf Gehälter

          Für alle anderen gilt, dass Berufe, die spezielles handwerkliches Wissen erfordern, das ein Roboter so schnell vor allem manuell nicht nachahmen kann, wieder interessanter werden. Hier lassen sich Berufe wie Gärtner oder Alten- und Krankenpfleger nennen.

          Die Schwierigkeit ist, dass man – jedenfalls bisher – mit diesen Berufen weniger Geld verdient. Und der Druck auf die Gehälter wird zunehmen, je mehr Menschen in diese Tätigkeiten drängen.

          Insofern bleibt für Staaten, die sich nach oben orientieren wollen, nur eins: Die Bildungssysteme müssen schnell signifikant besser werden. Hier tut sich in Deutschland zu wenig.

          Carsten Knop
          Herausgeber.

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