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Bertelsmann-Stiftung : Kinderlose belasten die Rentenkasse

Ein Kind bezahlt deutlich mehr in die Rentenkasse ein, als es herausbekommt Bild: dpa

Ein heute 13-Jähriger wird 77.000 Euro mehr in die Rentenkasse einzahlen, als er herausbekommt, hat die Bertelsmann-Stiftung errechnet. Für ihre Erziehungsleistung werden Eltern nicht angemessen entlastet.

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          Kinderlose Arbeitnehmer ziehen nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung ungerechtfertigte Vorteile aus der gesetzlichen Rentenversicherung: Ihre spätere gesetzliche Rente werde unter dem Strich von den Kindern anderer Beitrags- und Steuerzahler finanziert, ohne dass diese dafür vom Staat angemessen an anderer Stelle entlastet würden.

          Dietrich Creutzburg
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Nach den für die Studie angestellten Berechnungen werde ein durchschnittlicher 13-Jähriger im Laufe seines Lebens aus heutiger Sicht 77.000 Euro mehr in die Rentenkasse einzahlen, als er später herausbekomme. Zugleich würden seine Eltern von der Rentenkasse nur in geringem Umfang für ihre Erziehungsleistung entschädigt und gar nicht auf der Beitragsseite entlastet.

          Dies sei eine Benachteiligung, da sie die vollständige Rentenleistung an Kinderlose durch ihre Familiengründung erst möglich gemacht hätten. Selbst wenn man berücksichtige, dass Kinderlose mit ihren Steuerzahlungen auch Familienpolitik finanzierten, verliere das Durchschnittskind im Laufe seines Lebens 50.500 Euro an kinderlose Rentner.

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