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Bella Italia : Brandneu und schon kaputt

Brüchig: das wieder geschlossene Teilstück eines Straßen-Neubaus zwischen Palermo und Agrigent Bild: ANSA

Eine Straßensperre in Sizilien wird zum Symbol dafür, was in Italien schief läuft: Nach nur sieben Tagen musste eine neu gebaute Staatsstraße wieder geschlossen werden – dabei hatte das einen Kilometer lange Teilstück viele Millionen gekostet.

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          Erst am 23. Dezember wurde auf der Staatsstraße von Palermo nach Agrigent ein Teilstück von einem Kilometer eröffnet, doch schon am 30. Dezember wurde es wieder geschlossen. Mehr noch: Jetzt ist eine Brückenauffahrt auf gefährliche Weise weggesackt. Dabei hat das staatliche Straßenbauunternehmen Anas 13 Millionen Euro für den einen Kilometer Neubaustrecke ausgegeben.

          Tobias Piller
          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.

          Ministerpräsident Matteo Renzi reagierte erbost im Kurznachrichtendienst Twitter und kündigte an: „Die Zeiten, in denen Fehler keine Verantwortlichen hatten, sind vorbei. Alle werden dafür bezahlen“, heißt es unter dem Stichwort „das Fest ist vorbei“, was so viel heißt wie: Alter Schlendrian wird nicht mehr geduldet. Die Regierung Renzi fordert in der Europäischen Union seit Monaten eine Erhöhung der Mittel für öffentliche Investitionen, allerdings kommen die eigenen Großprojekte seit Jahren nicht voran, auch wenn die finanziellen Mittel bereitgestellt wurden.

          Mit Frankreich wurde etwa 2001 ein Bahntunnel vereinbart – erst jetzt begannen die Probebohrungen. In Mailand und Genua kam es im vergangenen Jahr zu Überschwemmungen, weil Wasserschutzbauten nicht in Angriff genommen wurden. Auch für die Weltausstellung Expo in Mailand, die am 1. Mai eröffnet werden soll, gibt es immer noch Verzögerungen, mittlerweile nicht mehr wegen fehlender Genehmigungen, sondern wegen Korruption und Einflussnahme der Mafia. In Deutschland läuft auch nicht alles rund. Aber immerhin: Der neue Flughafen BER in Berlin steht zumindest. Noch.

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