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Ultimatum verstrichen : Bei der Post drohen unbefristete Streiks

  • Aktualisiert am

Ein Briefträger der Deutschen Post - es drohen unbefristete Streiks Bild: dpa

Die Deutsche Post hat im Tarifkonflikt ein Ultimatum der Gewerkschaft Verdi verstreichen lassen. Unbefristete Streiks seien nun „ab sofort möglich“, teilte Verdi mit.

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          Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post stehen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi unbefristete Arbeitsniederlegungen bevor. Nachdem der Konzern ein Ultimatum von Verdi zurückgewiesen habe, seien „unbefristete Streiks ab sofort möglich“, erklärte die Gewerkschaft am Donnerstagnachmittag in Berlin.

          Verdi hatte der Deutschen Post eine Frist bis 16 Uhr am Donnerstag gesetzt, um eine Stellungnahme zu einem Vorschlag der Gewerkschaft abzugeben. Die Post war darauf nicht eingegangen und will sich erst Anfang kommender Woche zu dem Angebot äußern. Indem die Post die Erklärungsfrist habe verstreichen lassen, habe das Unternehmen „die Weichen auf Streik gestellt“, erklärte Verdi.

          Die Gewerkschaft hatte in der sechsten Verhandlungsrunde am Dienstag gefordert, die Mitarbeiter der umstrittenen Post-Regionalgesellschaften künftig nach Haustarifvertrag zu bezahlen. Im Gegenzug verzichte die Gewerkschaft auf eine lineare Einkommenserhöhung in diesem Jahr. Die Tarifverhandlungen würden als gescheitert angesehen, wenn das Unternehmen diesen Vorschlag ablehne.

          Ein Post-Sprecher erklärte, die Ankündigung von Verdi sei "komplett unangemessen." Die Post werde alles tun, um die Auswirkungen eines unbefristeten Streiks auf die Kunden zu begrenzen.  

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