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Arbeitgeberpräsident Kramer : Wirtschaft: Wir brauchen mehr Einwanderer

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Eine bunte Menschenmenge in der Münchener Innenstadt Bild: dpa

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Im vergangenen Jahr zogen mehr als 1,2 Millionen Menschen in die Bundesrepublik. Doch das reicht noch lange nicht, sagt Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer.

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          Deutschland ist ein Einwanderungsland. Diejenigen, die das bisher nicht glaubten, hat die Industrieländer-Organisation OECD unlängst eines Besseren belehrt: Hinter den Vereinigten Staaten von Amerika, das traditionell Ziel vieler Menschen rund um den Globus ist, kommt direkt die Bundesrepublik.

          Im Jahr 2012 kamen rund 400.000 dauerhafte Zuwanderer nach Deutschland, beinahe doppelt so viele wie fünf Jahre zuvor. „Man kann hier ohne Übertreibung von einem Boom sprechen“, sagte Thomas Liebig, Migrationsfachmann der OECD in Paris, gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Im vergangenen Jahr dann sind nach neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes mehr als 1,2 Millionen Menschen nach Deutschland gezogen - so viele, wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr.

          Doch das reicht womöglich nicht, um die wirtschaftlichen Folgen der alternden deutschen Bevölkerung abzubremsen. Das sieht die Wirtschaft jedenfalls so. Deutschland braucht noch deutlich mehr Zuwanderung ausländischer Fachkräfte, auch solchen ohne Studium, sagt Ingo Kramer, der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), gegenüber der „Wirtschaftswoche“.

          „So schön dieser Boom gerade ist: Die Gefahr ist noch lange nicht gebannt, denn der richtige Fachkräftemangel kommt erst noch in fünf bis zehn Jahren“, betonte Kramer. Und weiter: „Deswegen müssen wir uns kontinuierlich weiter bemühen, alle Möglichkeiten für den Arbeitsmarkt auszuschöpfen.“

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