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Banken eröffnen Konten in Renminbi : Interesse am Handel in chinesischer Währung

Konten in chinesischer Währung: Das bereiten deutsche Banken jetzt vor Bild: dpa

China will seinen Handel künftig in Renminbi (Yuan) abwickeln. Die deutschen Unternehmen haben großes Interesse daran. Dazu bereiten die deutschen Banken nach F.A.Z.-Informationen die Eröffnung von Renminbi-Konten vor.

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          Deutsche Unternehmen haben zeigen sich sehr aufgeschlossen, ihre Geschäfte mit dem Wachstumsmarkt China künftig in Renminbi (Yuan) abzuwickeln. Dazu bereiten die deutschen Banken nach Informationen der F.A.Z. die Eröffnung von Renminbi-Konten schon in wenigen Monaten vor. „Die deutschen Unternehmen haben riesiges Interesse daran. Ich denke, dass wir im zweiten Quartal so weit sind“, sagt der Vertreter eines deutschen Finanzinstituts. Die Neuerung wird möglich, nachdem die Zentralbank in Peking ihren Im- und Exportunternehmen erlaubt hat, den gesamten Außenhandel schon im laufenden Jahr in Yuan zu fakturieren (China will Handel in Yuan abwickeln).

          Christian Geinitz

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Damit rückt China seinem Wunsch näher, die Währung international handelbar (konvertibel) zu machen und als weitere Reservewährung neben dem Dollar zu etablieren. Nach Angaben der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich war der Dollar im vergangenen Jahr an rund 85 Prozent aller Devisenmarkttransaktionen beteiligt, das waren 5 Prozentpunkte weniger als noch 2001. Der Yuan kam auf einen Anteil von 0,9 Prozent, der Euro auf 39 Prozent.

          „Das Interesse unserer Firmenkunden an Renminbi-Konten ist sehr groß“, bestätigt Angela Koll aus der Strategieabteilung der Commerzbank für internationale Geschäftskunden. „Sie stehen in den Startlöchern und möchten so schnell wie möglich loslegen.“ Auch der Außenhandelsverband BGA begrüßt die Ankündigung aus Peking. „Das gibt unseren Unternehmen mehr Wechselkurssicherheit“, sagt Nadia Salloum von der Außenwirtschaftsabteilung. Vor allem Konzerne mit Niederlassungen in China sowie die Konsumgüterindustrie mit regelmäßigen Lieferungen könnten profitieren.

          Mittelständler hoffen auf Kundennähe

          Mittelständler versprechen sich von den Vereinfachungen Wettbewerbsvorteile und eine größere Kundennähe. „Wenn man nicht selbst in China produziert oder in Renminbi abrechnet, lässt man sich Chancen entgehen“, sagt Jürgen Seyler, Geschäftsführer von Epis Automation, einem schwäbischen Hersteller von Steuerungen für Textilmaschinen. „Sobald wir ein Renminbi-Konto haben, können wir endlich Festpreisangebote unterbreiten.“ Epis erwirtschaftet 15 Millionen Euro Umsatz. Vor drei Jahren kamen erst 3 Prozent davon aus China, in diesem Jahr will man den Anteil von 15 auf 20 Prozent steigern.

          Die chinesische Notenbank begründet die Ausweitung des Renminbi-Handels mit dem starken Bedarf. „Die Marktnachfrage für den grenzüberschreitenden Einsatz des Yuan steigt“, teilte die Bank mit. „Wir erwarten, dass das Geschäft stark wächst.“ Den Zahlen zufolge hat sich das in Yuan abgerechnete Handelsvolumen allein zwischen Juni und September 2010 auf etwa 50 Milliarden Yuan (5,5 Milliarden Euro) verdoppelt.

          Noch ist das Volumen unbedeutend. Von allen Devisenmarkttransaktionen entfielen 2010 kaum ein Prozent auf den Renminbi, fast 90 Prozent auf den Dollar. Bisher war diese Art der Abrechnung 67.400 Unternehmen in 20 chinesischen Provinzen gestattet, künftig soll es allen Betrieben mit entsprechenden Lizenzen erlaubt sein. Die Chinesen tragen dann keinerlei Währungsrisiko mehr. Das setzt jedoch voraus, dass der ausländische Geschäftspartner seinerseits ein Renminbi-Konto unterhält.

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