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Bahnstreik an Pfingsten : Am Freitag drohen lange Staus

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Noch läuft der Verkehr großteils: Am Darmstädter Kreuz treffen sich A67 und A5 Bild: argum

Der Freitag vor dem langen Pfingstwochenende ist üblicherweise der staureichste Tag des Jahres. Jetzt kommt noch der Bahnstreik dazu. Was sagen die Prognosen?

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          Mit den Bahnstreiks drohen nach Einschätzung von Verkehrsexperten am Freitag vor Pfingsten Stau-Rekorde auf den Straßen. „Alle Zutaten dafür sind da“, sagte Stauforscher Michael Schreckenberg von der Universität Duisburg-Essen. Auch der ADAC rechnet ab Freitagnachmittag mit vielen Staus.

          Der drohende Stillstand auf vielen Zugstrecken trifft die Autofahrer zu einem besonders ungünstigen Termin: Der Freitag vor dem langen Pfingstwochenende ist laut Schreckenberg üblicherweise der staureichste Tag des Jahres. Die meisten Urlauber starteten dann in den Kurztrip, weil es sich sonst nicht lohne, erklärte Schreckenberg. „Die haben keine andere Wahl.“ In den Sommerferien gebe es mehr Ausweichmöglichkeiten.

          Am Nachmittag setze der Berufsverkehr ein, zudem sei der Freitag eh der Wochentag mit dem höchsten Verkehrsaufkommen. Auf die Autofahrer komme ein Szenario zu, das „wir so noch nie hatten“.

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          Schreckenberg rechnet mit besonders langen Staus rund um Köln, Frankfurt, München und Hamburg. Der ADAC sieht vor allem im Süden hohe Staugefahr, weil Bayern und  Baden-Württemberg jetzt sogar in zweiwöchige Ferien starten.  Bis Samstagnachmittag sollten Autofahrer größere Staus einplanen. Weitgehend freie Fahrt haben Autofahrer laut ADAC am Pfingstsonntag. Ab Pfingstmontag und auch noch am Dienstag sei dann wieder mit lebhaftem Heimreiseverkehr zu rechnen.

          Außer bei einer Sperrung ist es nach Einschätzung des Stauforschers Schreckenberg meist besser, auf der Autobahn zu bleiben, selbst wenn der Verkehr stockt. „Wenn nur zehn Prozent der Autos abfahren, sind die Nebenstrecken meist schon überlastet“, warnt der Forscher. „Mit der Verbreitung von Navis sind die Ausweichrouten noch schneller voll.“

          Im Stau bei jeder Lücke die Spur zu wechseln, um vermeintlich schneller voranzukommen - das verursache nur neue Stauwellen. Wären die Menschen kooperativer, ließen sich nach seiner Einschätzung viele Staus verhindern. Denn allen Spurwechseln zum Trotz: „Nach einer halben Stunde sind doch eh immer noch die gleichen Autos neben einem.“

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