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Außenminister Zarif in Berlin : „Ein Drittel der iranischen Wirtschaft ist deutsch“

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Irans Führungsspitze: Staatspräsident Rowhani (l.) im Gespräch mit seinem Außenminister Mohammed Dschawad Zarif Bild: dpa

Irans Außenminister ermuntert deutsche Unternehmen, in seinem Land zu investieren. „Testen Sie uns“, sagt er. Zugleich reist eine französische Delegation aus hundert Firmen nach Teheran.

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          Iran wirbt aktiv um ausländische Investitionen, die der schwachen Wirtschaft des Landes auf die Beine helfen. Besonderes Interesse gilt dabei offenbar dem Knowhow und den Strategien deutscher Unternehmen, die vielfach internationale reüssieren.

          In Berlin auf Staatsbesuch regte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Zarif nun Investitionen deutscher Firmen mit dem Satz an: „Ein Drittel der iranischen Wirtschaft ist deutsch - darauf können Sie aufbauen.“ In seinem Land habe „Made in Germany“ weiterhin eine große Bedeutung, außerdem sei Europa traditionell ein wichtiger Handelspartner Irans gewesen.

          „Testen sie uns!“

          Zarif fordert den Westen auf, die These zu testen, dass eine wirtschaftliche Öffnung des Landes den Einfluss der klerikalen Führung schwächen werde. „Testen Sie uns, ob wir Angst haben, unsere Märkte für ausländischen Firmen zu öffnen“, sagte er. Sein Land sei bereit.

          Iran setzt auch in den bevorstehenden Atomverhandlungen Hoffnung auf die größte europäische Volkswirtschaft. Deutschland könne eine entscheidende Rolle spielen, sagte Zarif. Eine Einigung über das iranische Atomprogramm sei in weniger als sechs Monaten zu erreichen.

          Zuletzt setzten die Vereinigten Staaten und die Europäische Union einige Sanktionen gegen den Iran aus, viele sind aber noch in Kraft. Die Beratungen über ein langfristiges Nuklearabkommen sollen am 18. Februar in Wien beginnen.

          Während Iran Interesse am Engagement deutscher Unternehmen bekundet, lotet Frankreich Möglichkeiten für seine Industrie im dem Golfstaat aus. Eine französische Wirtschaftsdelegation will in diesen Tagen in Teheran Gespräche mit iranischen Regierungs- und Industrievertretern führen.

          Mit dabei sind mehr als 100 Firmen aus Frankreich, darunter die Autobauer Renault und PSA Peugeot Citroen. In Medienberichten wurden ferner der Energieversorger GDF Suez, der Siemens-Konkurrent Alstom und der Rüstungskonzern Safran genannt.

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