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380 Millionen Euro : Auch Eon will Schadenersatz wegen Atom-Moratorium

  • Aktualisiert am

Das Atomkraftwerk Isar 1 Bild: dpa

Wie schon RWE will nun auch der Energieversorger Eon Schadenersatz dafür, dass er seine beiden Atomkraftwerke Unterweser und Isar 1 für drei Monate stilllegen musste. Es geht um 380 Millionen Euro.

          Drei Jahre nach der Atomwende zieht der Energiekonzern Eon in einem weiteren Streitpunkt vor Gericht. Der Versorger macht wie der Konkurrent RWE Schadenersatz wegen der dreimonatigen Stilllegung von Atomkraftwerken im Frühjahr 2011 geltend. Eon habe deswegen beim Landgericht Hannover Klage eingereicht, sagte ein Sprecher am Mittwoch. „Der Schaden beläuft sich konkret auf circa 380 Millionen Euro.“ Dabei gehe es um die Atomkraftwerke Unterweser und Isar 1.

          RWE hatte bereits wegen der damaligen dreimonatigen Stilllegung seines Atomkraftwerks Biblis geklagt. Zuvor hatten Gerichte die Stilllegung für rechtswidrig erklärt. Sowohl bei Eon als auch bei RWE geht es in den jetzigen Klagen nur um die drei Monate, nicht um den im Sommer 2011 von der Bundesregierung beschlossenen Atomausstieg. Ob die Konzerne für diesen Schadenersatz erhalten, dürfte letztlich das Bundesverfassungsgericht entscheiden.

          Eon will darüber hinaus auch gegen die im Atomgesetz vorgesehene standortnahe Zwischenlagerung von Atommüll vorgehen. Auch hierzu habe der Konzern Klage eingereicht. „Wir sehen uns nicht verpflichtet, die Kosten für eine sachlich nicht begründbare alternative Zwischenlagerung zu übernehmen.“

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