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Flüchtlingskrise : Asylbewerber erhalten deutlich öfter Arbeitserlaubnis

  • Aktualisiert am

In Rostock konnten sich Flüchtlinge auf einer Arbeitsmarktmesse informieren Bild: dpa

Bisher durften Asylbewerber ein Jobangebot nur annehmen, wenn die Arbeitsagentur bescheinigt, dass kein Einheimischer Vorrang hat. Dies hat sich jetzt geändert.

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          Asylbewerber und geduldete Flüchtlinge haben in diesem Jahr deutlich öfter eine Arbeitserlaubnis erhalten. Von Januar bis Juli gab die Bundesagentur für Arbeit (BA) im Rahmen der sogenannten Vorrangprüfung in rund 41.800 Fällen grünes Licht für den Arbeitsmarktzugang. Das waren schon zur Jahresmitte rund 2500 mehr als im gesamten vorigen Jahr, wie aus einer Reuters am Mittwoch vorliegenden Auswertung der Behörde hervorgeht. Die Zahl der Ablehnungen betrug seit Jahresanfang knapp 12.000, während sie im gesamten Vorjahr bei rund 16.500 lag.

          Bisher durften geduldete Flüchtlinge und Asylbewerber, über deren Antrag noch nicht entschieden ist, ein Jobangebot nur annehmen, wenn die Arbeitsagentur vor Ort bescheinigt, dass kein einheimischer Arbeitsuchender Vorrang hat. Seit dem Inkrafttreten des Integrationsgesetzes am vergangenen Wochenende ist die Vorrangprüfung in 133 von 156 Bezirken der Bundesagentur aber für drei Jahre nicht mehr erforderlich.

          Abgelehnt wurde der Arbeitsmarktzugang nach Angaben der BA aus unterschiedlichen Gründen. Dies sei etwa der Fall gewesen, wenn nachteilige Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt zu befürchten seien oder ein vorrangiger inländischer Arbeitnehmer zur Verfügung stehe. Auch ungünstigere Arbeitsbedingungen als für vergleichbare deutsche Arbeitnehmer seien ein Ablehnungsgrund.

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