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Arbeitsmarkt : Der Zweitjob bleibt weiter gefragt

  • Aktualisiert am

Bei Zweitjob bleibt oft mehr im Portemonnaie übrig Bild: dpa

Viele Arbeitnehmer haben nicht nur eine Stelle: 2,66 Millionen Menschen bessern ihr Einkommen mit einem Minijob auf - so viele wie noch nie. Dafür gibt es nicht nur einen Grund.

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          So viele Arbeitnehmer wie noch nie in Deutschland gehen inzwischen einem Zweitjob nach. Ende vergangenen Jahres besserten 2,66 Millionen Menschen ihr Einkommen aus einer regulären Hauptbeschäftigung mit einem Minijob auf – 59.000 beziehungsweise 2,3 Prozent mehr als am Vorjahresende. Dies berichtet die Chemnitzer „Freie Presse“ unter Berufung auf die Zwickauer Linke-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann, die die Zahlen bei der Bundesagentur für Arbeit abgefragt hat.

          Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Zweitjob hat sich demnach innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt. Während bundesweit jeder Elfte einem Nebenjob nachging, war es in Sachsen allerdings nur jeder zwanzigste. Aber auch hier verdoppelte sich der Anteil in den vergangenen zehn Jahren: 2003 gab es noch weniger als 35.000 Zweitjobber, Ende 2012 knapp 73.000.

          Zimmermann sieht in der deutlichen Zunahme einen Beleg dafür, dass „für immer mehr Beschäftigte das Einkommen aus einem Job nicht mehr ausreicht“. Eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums betonte indes, dass es keine Erhebung zu dem Thema gebe. Deshalb seien neben finanziellen Engpässen auch andere Gründe vorstellbar, etwa eine „gestiegene Konsumlust“.

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