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Argentiniens Senat stimmt zu : 14 Jahre Schuldenstreit sind nun vorbei

  • Aktualisiert am

14 Stunden debattierte der Senat, nun ist die letzte Hürde genommen, den Schuldenstreit zwischen Argentinien und einigen Hedgefonds beizulegen. Bild: AFP

Argentinien kann seinen langjährigen Schuldenstreit zu den Akten legen. Nun ist auch die letzte Hürde genommen - nach stundenlanger Debatte.

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          Rund 14 Jahre nach seiner Staatspleite kann Argentinien den Schuldenstreit beilegen. Der Senat stimmte in der Nacht zum Donnerstag nach 14 Stunden dauernder Debatte einer Vereinbarung zwischen Regierung und Investoren zu. Mit 54 zu 16 Stimmen gab es quer durch die Parteien eine breite Unterstützung für die Pläne des neuen Präsidenten Mauricio Macri, den Schuldenstreit zu den Akten zu legen und damit den Weg zurück an den internationalen Kapitalmarkt zu ebnen.

          Das Abgeordnetenhaus hatte bereits Mitte März zugestimmt. Nun hat die Regierung bis zum 14. April Zeit, um 4,65 Milliarden Dollar an die größten Gläubiger-Hedgefonds auszuzahlen.

          Macri hatte vor einer Hyperinflation oder massiven Ausgabenkürzungen im Falle einer Ablehnung des Vorschlags gewarnt. Die Regierung hofft, mit der Beilegung des Streits mehr Investoren ins Land zu locken und damit die drittgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas zu beleben.

          Argentinien war im Jahr 2002 in die Staatspleite gerutscht und hatte sich danach mit den meisten Geldgebern auf einen Schuldenerlass und einen Umtausch von Anleihen geeinigt. Mehrere Hedgefonds kauften die Bonds, die Argentinien nach amerikanischem Recht begeben hatte, damals zu einem Bruchteil des Nennwertes und pochten später auf eine volle Auszahlung.

          Argentiniens vorherige Regierung lehnte dies ab. Bewegung gab es erst Ende 2015 mit der Wahl von Macri zum Präsidenten. Seine Vorgängerin Cristina Fernandez hatte die Kläger als „Geierfonds“ geschmäht.

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