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Zu komplex : Neuer Arbeitsagentur-Chef will Hartz IV reformieren

  • Aktualisiert am

Detlef Scheele Bild: dpa

Weil er seinen Mitarbeitern mehr Zeit für Vermittlung von Arbeitslosen gewähren möchte, macht sich der neue Arbeitsagentur-Chef Scheele für eine Entbürokratisierung von Hartz IV stark. Er ist nicht der erste mit solch einer Idee.

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          Der neue Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, hat sich für eine Reform von Hartz-IV ausgesprochen. Das Grundsicherungssystem sei im Alltag zu komplex, stellte Scheele in einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“ fest. „Wir brauchen Bagatellgrenzen und Pauschalen, damit unsere Mitarbeiter mehr Zeit für die Vermittlung haben.“

          Ziel müsse eine Vereinfachung der Grundsicherung nach der Bundestagswahl sein: „Die Gesetze erlauben heute ein Höchstmaß an Einzelfallgerechtigkeit, die durch Urteile der Sozialgerichte noch verstärkt wird“, sagte Scheele weiter. „Mit der kommenden Bundesregierung werden wir darüber reden müssen.“

          Für eine Vereinfachung von Hartz IV hatte sich auch schon der frühere Arbeitsmarkt-Vorstand an der BA-Spitze, Heinrich Alt, eingesetzt. Er hatte wiederholt betont, ohne die bürokratischen Hartz-IV-Regeln könnten Jobcenter erheblich mehr für die Vermittlung von Arbeitslosen tun. Hauptursache des Problems sei, dass es anstelle einer pauschalierten Geldleistung immer mehr einzelfallbezogene Zuschläge für Hartz-IV-Empfänger gebe.

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