https://www.faz.net/-gqe-74fra

Arbeitgeberpräsident Hundt: : Arbeitgeber wollen Elternzeit radikal kürzen

  • Aktualisiert am

Zwölf Monate Elternzeit sind genug - so sieht es Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt. Sobald die Kinderbetreuung besser ausgebaut ist, möchte er die Elternzeit verkürzt sehen.

          1 Min.

          Die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) will die Elternzeit radikal kürzen, um Mütter schneller in den Beruf zurückzuholen. „Sobald der Ausbau der Kinderbetreuung gewährleistet ist, sollte die Elternzeit stufenweise auf zwölf Monate abgesenkt werden“, sagte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt der „Welt“. Deutschland habe mit bis zu drei Jahren die im europäischen Vergleich längsten Elternzeit. Dies wirke sich negativ auf die Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt aus, meint Hundt.

          Familienministerin Kristina Schröder (CDU) wies die Forderung zurück: „Wie Eltern in Deutschland die Betreuung ihrer Kinder in den ersten drei Jahren organisieren, ist zum Glück immer noch Sache der Familien und nicht des BDA. Und das wird auch so bleiben. Familien haben eigene Bedürfnisse und sind nicht ökonomische Verfügungsmasse.“ „Mit mir wird es keine Einschränkungen von Elterngeld und Elternzeit geben“, fügte die Ministerin hinzu.

          Weitere Themen

          CureVac-Impfstoff floppt Video-Seite öffnen

          Geringe Wirksamkeit : CureVac-Impfstoff floppt

          Der Corona-Impfstoff hat Untersuchungen zufolge nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent. CureVac will die Studie aber bis zu ihrer finalen Auswertung mit weiteren Corona-Fällen fortsetzen.

          Topmeldungen

          Die Delta-Variante wütet in Indien: Menschen in der Stadt Balurghat warten vor einem Krankenhaus auf eine Impfung.

          Sorge vor Delta-Variante : Wettlauf mit dem Virus

          Die Inzidenzwerte fallen deutlich. Doch die gefährliche Delta-Variante des Coronavirus besorgt die Virologen. Deutlich mehr Zweitimpfungen sind notwendig, um eine vierte Corona-Welle abzuflachen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.