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Kommentar : Der moderne Doktor

  • -Aktualisiert am

Die Anzahl der Ärzte in Deutschland steigt und steigt. Doch nicht die Anzahl der Ärzte ist wichtig.

          1 Min.

          Die Zahl der Ärzte steigt jedes Jahr auf ein neues Rekordhoch. Regelmäßig erklären Ärztevertreter dann, es seien noch lange nicht genug. Sie verweisen darauf, dass die Ansprüche der Gesellschaft an die Behandlung ebenso schnell wachsen wie die Ansprüche der nachrückenden Mediziner an Freizeit und Familie.

          Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery verlangt deshalb mehr Mediziner und Studienplätze. Doch gerade Mediziner sollten wissen, dass zur Bekämpfung eines Übels mehr nicht immer auch besser ist. Schließlich kommt es auch auf die genaue Dosis und den zielgenauen Einsatz des Medikamentes an, ebenso auf Effizienz und Effektivität.

          Hier aber hapert es. Nicht nur, was die miserable Zusammenarbeit zwischen Krankenhaus und Ambulanz anbelangt. Auch mit dem Gebrauch moderner Technik und der besseren Kooperation mit dem Fachpersonal könnten die Ärzte sich mehr Zeit für ihre eigentliche Arbeit am Patienten freischaufeln. Hier sollten Kammern und Ärztevereinigungen eher ansetzen, als stereotyp bloß nach mehr Personal zu rufen. Der moderne Doktor macht nicht nur pünktlich Feierabend. Er sucht die Kooperation und nutzt die Delegation.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Wien.

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