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Agrarpolitik : Grüne CDU

  • -Aktualisiert am

Die Agrarwende ist das verbliebene große eigene Thema der Grünen. Jetzt setzt die CDU zum Gegenschlag an - besser gesagt, sie sperrt das Maul weit auf, um sich den Gegner einzuverleiben.

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          Die Agrarwende ist das verbliebene große eigene Thema der Grünen. Die CDU quält sich mit ihrer Rolle, in die sie die angriffslustige Opposition mit ihren schlagkräftigen Begriffen drängt: Sie sei auf Seiten von Massentierhaltung und „Agroindustrie“.

          Jetzt setzt die CDU zum Gegenschlag an - besser gesagt, sie sperrt das Maul weit auf, um sich den Gegner einzuverleiben. Als erster Landesverband der Union tritt Schleswig-Holstein die Flucht nach vorn an und sagt, die CDU sei selbst die politische Kraft der Agrarwende: als Partei für den „Dritten Weg“ zwischen beiden angeblichen Extremen, anonymer Industrie und grünen Öko-Utopien.

          Die CDU im Norden will den freiwilligen „Tierwohl“-Fonds für den Lebensmittelhandel zur Pflicht machen und positioniert sich für eine „ausgeprägtere Sozialbindung des Eigentums“ und „gegen eine anonyme, industrielle Agrarproduktion“. Zugleich wird der hohe Wert betont, den man Eigentum und unternehmerischer Freiheit beimesse.

          Bei näherem Hinsehen sind Union und Grüne nicht einfach Gegner, sondern praktizieren eine Arbeitsteilung: Die Grünen schreiben die große Zukunftsprosa. Die Union realisiert sie behutsam und gegenwartsbezogen.

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