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Abfall in Zahlen : Abfall in Zahlen: Die Erde, ein Müllberg

  • -Aktualisiert am

Nicht nur der Karneval in Köln produzierte Unmengen Abfall Bild: dpa

600.000 Tonnen Elektroschrott entstehen jährlich in Deutschland. 4000 Tonnen Müll blieben 2011 in Neapel auf den Straßen liegen. Und null Prozent des Mülls wird in Bulgarien wiederverwertet. Eine Reise durch den Abfall dieser Welt.

          0 Prozent des Mülls wird in Bulgarien wiederverwertet. Weniger als ein Fünftel beträgt die Recycling-Quote in den EU-Staaten Griechenland, Litauen, Lettland, Estland und Frankreich.

          1/3 der vermeintlichen Sandkörner an britischen Stränden sind tatsächlich kleingewaschenes Plastik. In Mägen verendeter Seevögel finden Forscher oft Dutzende größerer Plastikteilchen. Auch Muscheln fressen Plastikpartikel - und Menschen essen dann die Muscheln.

          2/3 seines Kupferbedarfs deckt Aurubis, Europas zweitgrößter Kupfererzeuger, mittels Recycling.

          1 Prozent beträgt in Deutschland die Recyclingquote von seltenen Erden.

          1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel verderben im Jahr auf der Welt. Das ist rund ein Drittel der Produktion.

          2,16 Euro kann ein Pfandflaschensammler in Oberhausen je Stunde verdienen, ergab ein Selbstversuch.

          6 Mal so viel Plastik wie tierisches Plankton fanden Hobby-Seeforscher bei einer Stichprobe im Pazifik.

          10 Milliarden Euro setzten deutsche Recyclingunternehmen 2011 um, bis 2015 soll sich der Betrag verdoppeln. Rohstoffkosten der deutschen Industrie: rund 130 Milliarden Euro im Jahr.

          15 Chemikalien fügte kürzlich die EU-Kommission einer Liste hinzu, die schon 33 Schadstoffe umfasste, welche im Süßwasser gehäuft auftreten. Dazu zählen Pestizide wie Aclonifen, das Umweltgift Dioxin und Arzneimittel wie EE2 und Diclofenac. Bis 2021 sollen die Staaten sagen, wie sie den Anteil dieser Stoffe im Wasser reduzieren wollen. Die Fruchtbarkeit von Fischen nimmt durch die Substanzen derweil ab.

          25 Millionen Zigarettenfilter zählten Forscher der Vereinten Nationen bei einer Meeresuntersuchung. Je Quadratkilometer der Ozeane schwimmen im Schnitt 46 000 Stücke Plastikmüll.

          30 Millionen Tonnen Müll sind durch das Erdbeben von Fukushima in den japanischen Städten Iwate, Miyagi und Fukushima mindestens angefallen, ein Großteil wurde wiederverwertet.

          32 wertvolle Spezialmetalle wie seltene Erden werden noch nicht recycelt, dies ist erst bei fünf Stoffen üblich.

          40 Premierenbesuchern des Films „Plastic Planet“ wurden Blutproben entnommen, und tatsächlich fand man darin Plastikspuren.

          60 Cent pro Kilogramm erhalten Arbeiter in einem Unternehmen, das in Manila Plastikplanen für die Wiederverwertung per Hand waschen lässt.

          60 Millionen Tonnen Plastik werden in der EU im Jahr hergestellt, knapp ein Viertel der Weltproduktion von 265 Millionen Tonnen im Jahr 2011.

          87 Prozent der Verpackungen werden in Deutschland wiederverwertet, vor 20 Jahren war dies nur gut ein Drittel.

          100 Prozent ihres Ressourcenbedarfs solle die deutsche Wirtschaft „im Kreislauf führen“, fordert der deutsche Nachhaltigkeitsrat.

          150 Altkleidercontainer stellt die Stadt Jena auf, um Einnahmen zu erzielen und damit die Müllabfuhrkosten zu senken.

          177 Seiten Papier druckten die Autoren dieses Artikels mindestens und grob geschätzt zu Recherchezwecken aus, teilweise in Farbe.

          178 Kilogramm Restmüll sammelten deutsche Müllabfuhren 2009 pro Haushalt, 1999 waren es noch 209 Kilo. Fast komplett recycelt werden Elektrogeräte, Glas, Papier, Biomüll.

          1000 Tonnen Gestein müssen abgebaut werden, um eine Tonne Kupfer zu gewinnen - oder man recycelt dafür 14 Tonnen Elektroschrott.

          4000 Tonnen Müll blieben 2011 wegen Streiks und fehlender Verbrennungsanlagen auf den Straßen Neapels liegen. Derweil pflügt dort nachts die Mafia Giftmüll unter die Felder.

          20.000 Schrottteile von je mehr als 10 Zentimetern Größe schweben in der Erdumlaufbahn. Ein amerikanischer Satellit stieß vor vier Jahren mit einem russischen zusammen.

          40.000 Tonnen Elektroschrott wie Föhne oder Laptops wandelt das Unternehmen Alba R-Plus in der Pfalz in Rohstoffe wie Aluminium, Kupfer, Messing um. Alba meint, in zehn Jahren werde die deutsche Recyclingwirtschaft größer sein als die Autoindustrie.

          600.000 Tonnen Elektroschrott entsteht derweil im Jahr insgesamt in Deutschland, nicht einmal die Hälfte wird hier auch recycelt.

          800.000 Liter Abwasser entstehen in einer Woche auf einem Kreuzfahrtschiff, davon sind 13 000 Liter ölhaltiges Wasser - wohin geht es?

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