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Ab Montag : Gasprom droht Ukraine mit Lieferstopp

  • Aktualisiert am

Dreht Gasprom abermals den Hahn zu? Bild: AFP

Russland hat der Ukraine wegen angeblich ausstehender Rechnungen mit einem abermaligen Gas-Lieferstopp gedroht. Ab Montag müsse Kiew mit einer Unterbrechung der Exporte rechnen, kündigte der staatlich kontrollierte Gasmonopolist an.

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          Der russische Energiekonzern Gazprom hat der Ukraine mit einem Stopp der Gaslieferungen ab Montag gedroht. Grund seien ausstehende Zahlungen des Nachbarlands, sagte ein Konzernsprecher am Donnerstag in Moskau. Über die Ukraine fließt ein großer Teil des russischen Gases nach Westeuropa.

          Die Ukraine ist das wichtigste Transitland für russisches Erdgas. Im Jahr 2006 hatte Gasprom die Belieferung der Ukraine schon einmal vorübergehend eingestellt. Auch bei Endkunden in den EU-Staaten war es dadurch vorübergehend zu Engpässen gekommen.

          Die Versorgung der Europäischen Union werde Gasprom zufolge unter dem Konflikt diesmal nicht leiden, sagte EU-Energiekommissar Andris Piebalgs in Brüssel. „Gazprom hat versichert, dass die Gaslieferungen in die Europäische Union nicht unterbrochen werden“, erklärte Piebalgs.

          Timoschenko will neue Verträge aushandeln

          Auslöser des Streits sind verringerte Lieferungen von relativ billigem Gas aus Zentralasien über Russland an die Ukraine. Russland sah sich deshalb in den vergangenen Monaten gezwungen, mehr von dem eigenen, teureren Gas beizusteuern, wodurch sich der Gesamtpreis erhöhte.

          Die neue ukrainische Regierungschefin Julija Timoschenko hat angekündigt, neue Gasverträge mit Russland aushandeln zu wollen. Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko wird am Dienstag, 12. Februar, zu Gesprächen in Moskau erwartet.

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