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40-Stunden-Woche : Manche Beamte müssen schon länger arbeiten

  • Aktualisiert am

In Bayern und einigen anderen Ländern wird noch darüber diskutiert, in Hessen müssen Beamte schon seit Beginn dieses Jahres länger arbeiten, zum bis zu 42 Stunden pro Woche.

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          him. MÜNCHEN, 29. Juni. In Bayern und einigen anderen Ländern wird noch darüber diskutiert, in Hessen müssen Beamte schon seit Beginn dieses Jahres länger arbeiten. Gestaffelt nach dem Alter, gilt für die rund 100 000 hessischen Landesbeamten eine Arbeitszeit von 42 Stunden in der Woche, solange sie nicht älter als 50 Jahre sind. Für die Bediensteten, die älter als 60 sind, hat sich die Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 40 Stunden erhöht, für die Altersgruppe dazwischen auf 41 Stunden.

          Die Betroffenen hätten auf die Verlängerung verhalten reagiert, berichtete ein Sprecher des Finanzministeriums in Wiesbaden. Ganz anders sei dies Anfang der neunziger Jahre gewesen, als sich eine Protestwelle erhoben habe, weil damals eine verkürzte Arbeitszeit für die hessischen Beamten abgelehnt worden sei. Auch für die Angestellten des Landes steht eine längere Arbeitszeit zur Diskussion. Hessen ist aus der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TDL) ausgetreten, die Tarifverträge gelten aber noch so lange, bis neue ausgehandelt sind. Die Arbeitszeitregelung in den Manteltarifverträgen hat die gesamte TDL gekündigt.

          In Bayern soll die Arbeitszeit für die rund 200 000 Beamten des Freistaates von September an auf 42 Stunden erhöht werden. Wie in Hessen soll es Stufen geben, die sich nach dem Lebensalter richten. Nach dem 1. Mai eingestellte Angestellte und Beamte müssen bereits bis zu 42 Stunden in der Woche arbeiten. Voraussetzung für neue Verträge der schon länger im Staatsdienst Beschäftigten sei eine Änderung der Arbeitszeitverordnung, sagte ein Sprecher des bayerischen Finanzministeriums. Die Anhörung der Spitzenverbände Bayerischer Beamtenbund und Deutscher Gewerkschaftsbund zu diesem Thema sei inzwischen abgeschlossen. Im nächsten Schritt werde sich der Ministerrat damit befassen. Ende März hatte die CSU-Fraktion beschlossen, sich unabhängig von der Arbeitszeitverlängerung dafür einzusetzen, "daß in Zusammenarbeit mit dem Beamtenbund flexible Arbeitszeitmodelle wie Zeitkonten für Beamte entwickelt werden". Vor kurzem hatte Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) die Gewerkschaften wegen ihrer Streikdrohungen heftig kritisiert. Er warf ihnen vor, lieber weitere Kürzungen der Sozialleistungen in Kauf zu nehmen, als längere Arbeitszeiten für Beamte und Staatsangestellte zu akzeptieren.

          him. MÜNCHEN, 29. Juni. In Bayern und einigen anderen Ländern wird noch darüber diskutiert, in Hessen müssen Beamte schon seit Beginn dieses Jahres länger arbeiten. Gestaffelt nach dem Alter gilt für die rund 100 000 hessischen Landesbeamten eine Arbeitszeit von 42 Stunden in der Woche, solange sie nicht älter als 50 Jahre sind. Für die Bediensteten, die älter als 60 sind, hat sich die Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 40 Stunden erhöht, für die Altersgruppe dazwischen auf 41 Stunden.

          Die Betroffenen hätten auf die Verlängerung verhalten reagiert, berichtete ein Sprecher des Finanzministeriums in Wiesbaden. Ganz anders sei dies Anfang der neunziger Jahre gewesen, als sich eine Protestwelle erhoben habe, weil damals eine verkürzte Arbeitszeit für die hessischen Beamten abgelehnt worden sei. Auch für die Angestellten des Landes steht eine längere Arbeitszeit zur Diskussion. Hessen ist aus der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TDL) ausgetreten, die Tarifverträge gelten aber noch solange bis neue ausgehandelt sind. Die Arbeitszeitregelung in den Manteltarifverträgen hat die gesamte TDL gekündigt.

          In Bayern soll die Arbeitszeit für die rund 200 000 Beamten des Freistaates von September an auf 42 Stunden erhöht werden. Wie in Hessen soll es Stufen geben, die sich nach dem Lebensalter richten. Nach dem 1. Mai eingestellte Angestellte und Beamte müssen bereits bis zu 42 Stunden in der Woche arbeiten. Voraussetzung für neue Verträge der schon länger im Staatsdienst Beschäftigten sei eine Änderung der Arbeitszeitverordnung, sagte ein Sprecher des bayerischen Finanzministeriums. Die Anhörung der Spitzenverbände Bayerischer Beamtenbund und Deutscher Gewerkschaftsbund zu diesem Thema sei inzwischen abgeschlossen. Im nächsten Schritt werde sich der Ministerrat damit befassen. Ende März hatte die CSU-Fraktion beschlossen, sich unabhängig von der Arbeitszeitverlängerung dafür einzusetzen, "daß in Zusammenarbeit mit dem Beamtenbund flexible Arbeitszeitmodelle wie Zeitkonten für Beamte entwickelt werden". Vor kurzem hatte Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) die Gewerkschaften wegen ihrer Streikdrohungen heftig kritisiert. Er warf ihnen vor, lieber weitere Kürzungen der Sozialleistungen in Kauf zu nehmen, als längere Arbeitszeiten für Beamte und Staatsangestellte zu akzeptieren.

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