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3,59 Millionen Arbeitslose : Rekordarbeitslosigkeit in Frankreich

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Berüchtigte soziale Brennpunkte: Im Pariser Stadtviertel Bobigny gibt es viele Arbeitslose. Bild: dpa

Es war der stärkste Anstieg der Arbeitslosigkeit seit 2013: Frankreich vermeldet mit 3,59 Millionen Arbeitslosen einen traurigen Rekordwert. Die sozialistische Regierung gerät auch deshalb immer mehr unter Druck.

          Im krisengeschüttelten Frankreich ist die erhoffte Trendwende auf dem Arbeitsmarkt ausgeblieben. Nach einem Rückgang im September stieg die Zahl der Menschen ohne Stelle im Oktober wieder an. Ende des Monats wurden in der nach Deutschland zweitgrößten Euro-Volkswirtschaft 3,59 Millionen Arbeitslose registriert und damit 1,2 Prozent mehr als im Vormonat.

          Der Anstieg war nach Angaben des Arbeitsministerium vom Donnerstag der stärkste seit 2013. Im Vergleich zum Oktober 2014 stieg die Arbeitslosigkeit um 3,7 Prozent und erreichte damit einen neuen Rekordwert.

          Schwere Belastung für Regierung Hollande

          Die Krise auf dem Arbeitsmarkt galt bis zu den Terroranschlägen vom 13. November als eine der schwersten Belastungen für die sozialistische Regierung unter Präsident François Hollande. Der Staatschef hatte ursprünglich versprochen, den Negativtrend bis Ende 2013 dauerhaft zu stoppen. Eine abermalige Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2017 hatte er vor einigen Monaten erneut von einem spürbaren Rückgang der Arbeitslosigkeit abhängig gemacht.

          Die Arbeitslosenquote in Frankreich liegt mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland. Nach jüngsten Vergleichszahlen der Europäischen Statistikbehörde Eurostat lag sie im September bei 10,7 Prozent, in Deutschland war sie dagegen nur bei 4,5 Prozent.

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