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Nord Stream 2 : Wirtschaftsministerium rudert zu Sanktionen zurück

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Die ersten Bagger rollen. Bis Rohre verlegt werden, dürfte es noch dauern: Das Bild ist vom Bau von Nord Stream 1. Bild: dpa

Die Vereinigten Staaten wollen nicht, dass Deutschland eine neue Gas-Leitung nach Russland verlegt. Das Ministerium hatte verkündet, dass es dennoch keine amerikanischen Sanktionen geben werde – nun muss es zurückrudern.

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          Das Bundeswirtschaftsministerium hat eine frühere Aussage revidiert, wonach die Vereinigten Staaten zugesagt hätten, keine Sanktionen wegen des deutsch-russischen Pipeline-Projekts Nord Stream 2 zu verhängen. Eine Sprecherin des Ministeriums hatte dies am Freitag in der Bundespressekonferenz verkündet. Am Nachmittag teilte das Ministerium mit, tatsächlich gebe es in der Sache keinen neuen Stand.

          Die Vereinigten Staaten lehnen die Pipeline von Russland durch die Ostsee nach Deutschland ab, da sie unter anderem die Ukraine umgeht. Das Land ist auf die Transitgebühren angewiesen und steht im Dauerkonflikt mit Russland. Washington hatte Sanktionen deswegen nicht ausgeschlossen.

          Nord Stream 2 ist die zweite Ostsee-Pipeline zwischen Russland und Deutschland. Dahinter steht der russische Staatskonzern Gasprom, der die Hälfte der geplanten Gesamtkosten von 9,5 Milliarden Euro stemmen soll. Die andere Hälfte finanzieren fünf europäische Energieunternehmen, darunter die BASF-Tochter Wintershall sowie die E.ON-Abspaltung Uniper.

          Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Fassung hatte es geheißen, die Vereinigten Staaten hätten zugesagt, keine Sanktionen zu verhängen. Nachdem das Ministerium seine Aussage revidiert hat, haben wir den Text entsprechend geändert.

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