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Reaktion auf die Krise : Renaissance der Marktwirtschaft

Zwei PS, ohne Benzin: Fortbewegung in Zeiten der Ölkrise im Herbst 1973 Bild: picture alliance / Keystone

Der Staat ist heute ähnlich überfordert wie nach den Krisen der siebziger Jahren. Eine Lösung könnte darin zu finden sein, sich wie damals auf marktwirtschaftliche Prinzipien rückzubesinnen.

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          Die Warnungen, die heute vor einer Deindustrialisierung Deutschlands erschallen, ähneln einem fernen Echo von Warnungen, die vor einem halben Jahrhundert in der Ölkrise zu hören waren. In beiden Fällen findet eine erhebliche Verteuerung von Energie in einer tiefen Umbruchphase statt.

          In den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts hatte die standardisierte industrielle Massenfertigung („Fordismus“) ihren Höhepunkt überschritten. Angesichts der damaligen Demografie ging die Krise mit Massenarbeitslosigkeit einher.

          Die Energieverteuerung unserer Zeit wird begleitet von einer digitalen Revolution mit noch unbekannten Wirkungen auf die Produktivität. Die Demografie könnte jedoch dafür sorgen, dass eine Rezession von einer Nachfrage nach Arbeit begleitet wird.

          Der Krise der siebziger Jahre folgte eine Renaissance marktwirtschaftlichen Denkens in den Achtzigern, weil die Staaten überfordert waren. Die Herausforderungen sind heute andere, aber wiederum wirken die Staaten überfordert. Es braucht eine neue Renaissance der Marktwirtschaft.

          Gerald Braunberger
          Herausgeber.

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