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Brexit : „Die Briten haben über Irland nicht wirklich nachgedacht“

Sieht es so bald dauerhaft an der irischen Grenze aus? Kostümierte Brexit-Gegner stellten im März schon einmal ein Zollhäuschen auf. Bild: AFP

Wie stehen die Briten zur EU? Wäre der Brexit vermeidbar gewesen? Der Wirtschaftshistoriker Kevin O’Rourke erklärt im Interview mit FAZ.NET die komplizierte Lage.

          7 Min.

          Herr O’Rourke, Sie forschen unter anderem über den Protektionismus in der Weltwirtschaftskrise der dreißiger Jahre. Damals ging das erste Zeitalter der Globalisierung zu Ende, viele Länder schotteten sich ab, nationalistische Parteien kamen an die Macht, die Zölle gingen hoch. Das klingt vertraut. Befinden wir uns heute in einer ähnlichen Phase der De-Globalisierung?

          Alexander Wulfers
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Nein, es sind zwar einige besorgniserregende Dinge passiert, in Europa das Brexit-Referendum, in Amerika die Wahl von Donald Trump, aber es ist nicht so wie in der Zwischenkriegszeit. Die Zölle sind nicht so hoch wie sie es damals waren, wir haben keine Einfuhrkontingente oder Devisenkontrollen. Sorgen sind zwar berechtigt, aber wir sind noch nicht an diesem Punkt.

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