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Wirtschaftsbücher : Das Recht in der Corona-Pandemie

  • -Aktualisiert am

Ein Teilnehmer hält bei einer Kundgebung gegen die Corona-Beschränkungen auf der Straße des 17. Juni vor Polizisten das Grundgesetz in die Höhe (Symbolbild) Bild: dpa

Covid-19 wird die Juristen noch lange beschäftigen. Nach einer Schockstarre im Frühjahr wurde nun ein Schwung juristischer Publikationen zur Pandemie veröffentlicht.

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          Auch Juristen beschäftigen sich intensiv mit den Folgen von Covid-19. Nach einer Schockstarre im Frühjahr purzeln nun Veröffentlichungen aus Druckereien und Datenbanken. Glücklich darf sich schätzen, wer seit längerem über solche Gefahren forscht: So legt der Passauer Hochschullehrer Tristan Barczak unter dem Titel „Der nervöse Staat“ die Studie der Stunde vor.

          Das Denken vom Ausnahmezustand her scheine sich wieder als normatives Legitimationsmuster zu verfestigen, beklagt er und beschreibt die Diskursfeindlichkeit einer krisentypischen Einigkeitsrhetorik: „Dort, wo sofort angepackt werden muss, scheint der Jurist, der Bürokratie und langwierige Verfahren zu seinen Leidenschaften rechnet, nur im Wege zu stehen.“ Barczak mahnt in seiner Monumentalschrift zu Besonnenheit. Das Recht müsse sich resilient zeigen gegenüber allen Formen von Ausnahmezuständen. Man möchte sein gescheites Buch nicht nur den Staatslenkern in der Türkei oder Amerika ans Herz legen – auch Deutschland sollte seine Reflexionen über diese Gefahr fortsetzen.

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