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Kämpfe um Wirtschaftseinfluss : Wem gehört die Welt nach Corona?

Menschen am Bund in Schanghai, dem wirtschaftlichen Zentrum China. Bild: AFP

Während die Staaten unter der Krise ächzen, setzt ein zähes Ringen um Lieferketten, geostrategische Gewinne und Einflusszonen ein. Besonders ein Staat tut sich hier hervor.

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          Während die Menschen rund um die Erde gegen das Virus kämpfen, spielt sich hinter den Kulissen ein Ringen um Einfluss und strategische Vorteile ab. Politiker in Ost und West rammen Pflöcke ein. Regierungen versuchen, sich für das Wiedererholen der Welt zu positionieren. In Asien stoßen dabei die Interessen Chinas auf diejenigen Amerikas. Australien steht klarer denn je auf der Seite Washingtons, Indien nimmt eine eigene Rolle ein.

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Erkennbar versucht Peking den Gesichtsverlust durch die Corona-Krise auszugleichen. Zum einen durch Gegenangriffe auf jeden Zweifel an seiner Verlässlichkeit, zum anderen durch eine „Masken-Politik“: Seine Botschafter rund um die Welt erwidern jeden Hauch von Kritik, um dann auf Vorwärtsverteidigung zu schalten. Chinas Botschafter Cheng Jingye überraschte mit scharfen Angriffen auf die australische Regierung, der chinesische Konsul in Melbourne drängte sich ungeladen in eine Pressekonferenz der Regierung. In Peking verstreicht kein Tag, an dem nicht diverse Sprecher verbale Angriffe aus Washington oder Canberra kontern. Das Motto: Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil. Zeitgleich wollen sich die Kommunisten als Helfer der Welt in einer Krise positionieren, die im eigenen Land ihren Ursprung nahm, die sie aber verheimlicht und verschleppt haben.

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