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Deutsche Wirtschaft : Weniger Innovationen trotz Digitalisierung

Zum Wohl: Kommissarin Vestager mit einem Roboter in Tübingen Bild: Alexander Armbruster

Wie steht es um Innovationskraft und digitale Zukunft in der deutschen Wirtschaft? Politiker mahnen zur Eile. Gerade Gründer und Fachkräfte würden fehlen.

          3 Min.

          In Tübingen war die digitale Zukunft am Donnerstag mit Händen zu greifen. „Wir stehen unter großem Handlungsdruck“, sagte die stellvertretende EU-Kommissionspräsidentin Margrethe Vestager und forderte einen echten „Binnenmarkt für Künstliche Intelligenz“, in dem Daten frei fließen könnten. Europa müsse mehr tun und viel schneller werden, um in Schlüsseltechnologien wie der Künstlichen Intelligenz (KI) den Anschluss nicht zu verlieren. Einen Tag nach Vorstellung einer neuen EU-Digitalstrategie sah sich Vestager am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme an, wohin die Reise gehen soll: zu Fortschritten im maschinellen Lernen etwa oder in der Robotik. Vor allem aber müsse man dafür sorgen, dass der Fortschritt auch im Mittelstand ankomme. „Viele kleine Unternehmen werden nicht ihre eigenen KI-Abteilungen haben“, sagte Vestager.

          Alexander Armbruster

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          Nach dem Aufstieg amerikanischer Konzerne wie Google, Amazon oder Facebook habe Europa eine „zweite Chance im Bereich industrieller Anwendungen“, ergänzte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und mahnte seinerseits zur Eile. Unter anderem müssten starke regionale Technikzentren entstehen. Im Raum um Stuttgart und Tübingen bildet sich derzeit auch mit Mitteln des Landes das „Cyber Valley“, in dem sich die Universitäten engagieren und Konzerne wie Bosch, Daimler, Amazon oder ZF. Auch Kretschmann bekräftigte, dass der „Transfer in die mittelständische Industrie“ essentiell sei. In den Unternehmen und deren Verbänden ist ohnehin seit Jahren von kaum etwas anderem die Rede als von Digitalisierung und Vernetzung.

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