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Wirtschaft vor der Wahl : Die guten Zeiten in Österreich könnten bald vorbei sein

Wahlkampftour: Österreichs einstiger Bundeskanzler Sebastian Kurz kommt aus dem Festzelt in Ried. Bild: EPA

Das BIP-Wachstum in Österreich ist nur noch Mittelmaß und könnte im kommenden Jahr sogar hinter den EU-Durchschnitt zurückfallen. Dazu könnte es bergab gehen, wenn Deutschland schwächelt.

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          Auch rechte Politiker können witzig sein. In Österreich, wo am 29. September vorgezogene Neuwahlen stattfinden, macht derzeit ein Werbespot der nationalpopulistischen Freiheitlichen Partei (FPÖ) die Runde. Darin sieht man deren designierten Vorsitzenden Norbert Hofer bei einer Paartherapeutin. Von hinten ist überdies der Kopf eines jungen Mannes zu erkennen, dessen abstehende Ohren dem Chef der konservativen Volkspartei ÖVP, Sebastian Kurz, zu gehören scheinen. Natürlich ist das ein Double, aber selbst die Stimme ist täuschend echt.

          Christian Geinitz

          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel- und Südosteuropa und Türkei mit Sitz in Wien.

          Bis Mai war Kurz Kanzler in einer Koalition mit der FPÖ, Hofer war sein Verkehrsminister. Dann jedoch zerbrach das Bündnis infolge der „Ibiza-Affäre“. Seitdem regiert eine Übergangsregierung unter der parteilosen Kanzlerin Brigitte Bierlein. In dem Wahlspot beschreibt Hofer die „Beziehung“ zu Kurz als „ganz gut eigentlich“. Dieser lobt sie als „sehr harmonisch“, jedenfalls viel besser als die mit der „roten Prinzessin“, womit die frühere Koalition mit der sozialdemokratischen SPÖ gemeint ist: „Da ist am Ende gar nichts mehr gegangen.“

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