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Bildungsfinanzbericht : Wieviel Deutschland für seine Schüler ausgibt

Bild: FAZ.NET/Statista - Lizenz: CC BY-ND 3.0

5800 Euro kostet ein Schüler im Schnitt jährlich die Staatskassen. Im Osten sind es deutlich mehr. Denn so schnell wie die Schülerzahlen dort sinken, kann an anderer Stelle gar nicht gespart werden.

          So viel Geld hat Deutschland noch nie für die Bildung ausgegeben. Insgesamt haben Bund, Länder und Gemeinden im vergangenen Jahr rund 117 Milliarden Euro in ihren Haushalten für Bildungsausgaben veranschlagt, das sind 4,6 Milliarden mehr als ein Jahr zuvor. Mehr als die Hälfte davon wird laut dem am Mittwoch veröffentlichten Bildungsfinanzbericht des Statistischen Bundesamts für Schulen aufgewendet.

          Tillmann Neuscheler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Wer genauer wissen will, wieviel Geld für Schüler in den einzelnen Bundesländern ausgegeben wird, muss auf Daten aus dem Jahr 2010 zurückgreifen – aktuellere gibt es noch nicht. Im Schnitt gibt der Staat rund 5800 Euro je Schüler an öffentlichen Schulen aus. In den Flächenländern im Osten sind es mit 6800 Euro deutlich mehr als in den Flächenländern im Westen, die im Schnitt 5600 Euro ausgeben. Die Grafik von Statista zeigt, wie das Spektrum der Ausgaben im Ländervergleich von 5000 Euro in Nordrhein-Westfalen bis hin zu 7700 Euro in Thüringen reicht.

          Die Länder im Osten haben schwierige Zeiten hinter sich. Sie mussten seit Mitte der 90er Jahre ihre Ausgaben insgesamt etwas kürzen: Doch so schnell wie die Schülerzahlen dort sinken, kann gar nicht gespart werden. Die Ausgaben für Lehrer, Schulgebäude, Computer, Hausmeister und Putzkräfte lassen sich nicht so einfach reduzieren. Die Klassen werden zwar kleiner,  aber die Kosten sinken nicht so schnell, daher steigen die Kosten je Schüler.

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