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Nach Wirecard : Warum ein häufigerer Wirtschaftsprüfer-Wechsel nichts bringt

  • -Aktualisiert am

Eine Tasche voller Kritik geben die Wirtschaftsprüfer dem Finanzminister Olaf Scholz (SPD) mit auf den Weg. Bild: dpa

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will das Geschäft von Wirtschaftsprüfern reformieren. In der Branche stößt das auf Kritik. Vor allem eine angedachte Verschärfung wird nach dem Wirecard-Skandal abgelehnt.

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          Der Fall Wirecard muss konkrete Maßnahmen nach sich ziehen. Aber Aktionismus bringt jetzt nichts. So lässt sich die Stimmung in der Branche der Wirtschaftsprüfer zusammenfassen. „Dabei darf es nicht darum gehen, die gesamte deutsche Wirtschaft unter Generalverdacht zu stellen. Wirecard ist ein Einzelfall und muss als solcher behandelt werden“, warnt Klaus-Peter Naumann, Sprecher des Vorstandes des IDW Institut der Wirtschaftsprüfer, vor Pauschalverurteilungen.

          Vor allem wehrt sich Naumann dagegen, dass jetzt auch in aller Eile Maßnahmen ergriffen werden sollen, die in keinem erkennbaren Zusammenhang mit dem Wirecard-Skandal stehen. Vor allem in der in dem Aktionsplan von Bundesfinanzminister Olaf Scholz vorgesehenen Verschärfung der Rotationsregel sieht das IDW einen Regelungsvorstoß, der mit Wirecard nichts zu tun hat. Scholz will den Austausch des Wirtschaftsprüfungsunternehmens (Rotation) alle zehn Jahre verpflichtend machen und die heute geltenden Ausnahmen für Unternehmen von öffentlichem Interesse (ohne Banken und Versicherungen) streichen. Bei Banken und Versicherungen ist der Wechsel nach zehn Jahren heute schon verpflichtend. Andere börsenrelevante Unternehmen können diese Frist in Ausnahmefällen bis auf 24 Jahre verlängern.

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