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Wirecard-Skandal : Der Unsichtbarmacher

In seinen seltenen Interviews gab sich der ehemalige Wirecard-Chef analytisch und sachorientiert. Bild: Dominik Gierke

Markus Braun war Mr. Wirecard und der reichste Dax-Chef. Nun ist er in einen beispiellosen Bilanzskandal verstrickt. Irgendwo zwischen der Utopie unsichtbaren Geldes und der Wirklichkeit unregelmäßiger Zahlen hat er sich verzettelt.

          8 Min.

          Größenwahn oder Bluff, der ins Leere ging? Nur zwei Wochen bevor sich in der Bilanz der Wirecard AG ein Loch von 1,9 Milliarden Euro auftat, wagte Markus Braun eine steile Prognose. Am Jahresende, ließ der damalige Vorstandsvorsitzende seinen Gesprächspartner wissen, werde der Kurs der Aktie bei 400 Euro stehen. Wer auf einen Kurs von 300 Euro wette, sei ein Pessimist. So erzählt es zumindest jemand, der mit Braun zusammengearbeitet hat und heute noch rätselt, ob das ein schlechter Witz war. Doch für Witze war Braun, dieser nüchterne Zahlenmensch mit der Attitüde des IT-Nerds, ganz und gar nicht bekannt.

          Franz Nestler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Michaela Seiser

          Wirtschaftskorrespondentin für Österreich und Ungarn mit Sitz in Wien.

          Eine Verdrei- oder Vervierfachung des Kurses in jenem Moment vorherzusagen, in dem schon die Ermittler der Staatsanwaltschaft München den gefälschten Zahlen auf der Spur sind und die Geschäftsräume von Wirecard durchsucht haben, das trauten sich selbst die treuesten Aktionäre nicht, die Braun in den einschlägigen Anlegerforen im Internet vergöttert haben wie Apple-Fans Steve Jobs oder Tesla-Jünger Elon Musk. Hatte Braun kurz vor dem Ende seiner langjährigen Erfolgsstory die Bodenhaftung verloren? Glaubte er, dass der Bilanzbetrug bei Deutschlands digitalem Vorzeigeunternehmen nicht auffliegen würde?

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