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Wirecard-Skandal : Bafin im Feuer

Das Logo der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) vor der Niederlassung in Bonn. Bild: Reuters

Offenbar ohne fachliche Grundlage hat die Bafin 2019 das Leerverkaufsverbot für Wirecard-Aktien verhängt. Was wusste das Finanzministerium? Für Olaf Scholz könnte es noch sehr gefährlich werden.

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          Die Einschläge kommen näher für die Bafin. Die Finanzaufsicht hat bei der Kontrolle des Zahlungsdienstleisters Wirecard keine gute Figur gemacht, jetzt rückt auch die Bundesbank von ihr ab. An die Mitglieder im Untersuchungsausschuss schreiben die Währungshüter, dass es keinen wissenschaftlich untermauerten Grund für das Verbot sogenannter Leerverkäufe von Wirecard-Aktien durch die Bafin gegeben habe.

          Doch die Behörde schlug die Bedenken offenbar in den Wind. Das klingt technisch, bedeutet aber im Klartext: Die Bafin hat es den Aktionären trotz Warnungen der Bank verboten, auf fallende Wirecard-Kurse zu wetten – obgleich das der richtige Weg war angesichts früher Berichte über dubiose Geschäfte.

          Schlimmer noch: Die Aufsicht signalisierte, dass sie hinter Wirecard stand, was den Bauernfängern noch mehr gutgläubige Investoren zutrieb und zunächst den Aktienkurs und dann die Verluste befeuerte. Die große Frage ist, was das Finanzministerium von dem Markteingriff der Bafin wusste und ob es den falschen Weg mittrug. Die Sache könnte dem SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz noch sehr gefährlich werden.

          Christian Geinitz
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

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