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Kriminalfall Wirecard : Früherer Vorstand Jan Marsalek soll in China sein

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Wird von der Staatsanwaltschaft München gesucht: Jan Marsalek Bild: © wirecard

Die Suche nach der rechten Hand des einstigen Konzernchefs Markus Braun geht weiter. Nach Angaben philippinischer Behörden soll Jan Marsalek nach China gereist sein. Dabei ist sich der Justizminister nicht sicher, ob der Gesuchte überhaupt den Flughafen verlassen hat.

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          Eine Schlüsselfigur im Milliardenskandal um den insolventen Dax-Konzern Wirecard hält sich möglicherweise in China auf. Nach den Daten der philippinischen Einwanderungsbehörde reiste der frühere Wirecard-Vorstand Jan Marsalek am Dienstag in das südostasiatische Land ein und am Mittwoch über den Flughafen Cebu weiter nach China. Allerdings zeigten die Videoaufzeichnungen des Flughafens nicht, dass Marsalek das Land verlassen habe, sagte Justizminister Menardo Guevarra am Donnerstag dem Fernsehsender CNN Philippines.

          Der Manager war im Wirecard-Vorstand für das operative Tagesgeschäft zuständig und am vergangenen Montag fristlos entlassen worden. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt schon seit Wochen gegen Marsalek, den früheren Vorstandschef Markus Braun und zwei weitere noch amtierende Vorstände wegen des Verdachts der Falschinformation von Anlegern. Zudem sollen sich Marsalek und Braun nach bisherigen Erkenntnissen auch wegen einer Bilanzfälschung verantworten.

          Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY, die die Bilanzen von Wirecard prüfte, geht von umfassendem Betrug mit mehreren beteiligten Parteien rund um die Welt aus. Wirecard stellte am Donnerstag beim Amtsgericht München einen Insolvenzantrag. Das Unternehmen hatte mutmaßliche Luftbuchungen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt, weswegen der Vorstand für kommende Woche mit der Kündigung von Krediten ebenfalls in Milliardenhöhe rechnete.

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