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Windreich-Insolvenz : Windreich-Prozess in entscheidender Phase

  • Aktualisiert am

Walter Döring, ehemaliges Vorstandsmitglied bei der Windreich AG. Bild: dpa

Von ursprünglich acht Angeklagten sitzen nur noch zwei auf der Anklagebank. Die Chancen des ehemaligen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden auf einen Freispruch schwinden.

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          Im Prozess um die Insolvenz des Windparkentwicklers Windreich lichtet sich die Anklagebank weiter. In den letzten Verhandlungstagen stellte die Wirtschaftsstrafkammer das Verfahren gegen vier weitere Angeklagte wegen geringer Schuld vorläufig gegen Zahlung von Geldauflagen in Höhe von 18 000 bis 90 000 Euro ein, wie ein Gerichtssprecher in Stuttgart mitteilte. Vorausgegangen waren jeweils Gespräche zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft. Der Windpark-Projektentwickler Windreich meldete 2013 Insolvenz an.

          Von den ursprünglich acht Angeklagten müssen sich nun nur noch Unternehmensgründer Willi Balz und der frühere baden-württembergische Wirtschaftsminister Walter Döring (FDP) auf der Anklagebank verantworten. Döring war von 2010 bis 2012 stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Windreich AG. Die Staatsanwaltschaft ist der Ansicht, dass die Unternehmensgruppe schon sehr viel früher zahlungsunfähig war und Balz das gewusst, aber trotzdem seine Geschäfte fortgeführt und damit enormen Schaden angerichtet habe. Sie hat Balz deshalb unter anderem wegen Insolvenzverschleppung und Betrugs angeklagt. Der Unternehmensgründer weist die Vorwürfe zurück und wirft der Staatsanwaltschaft vor, mit ihrer Durchsuchung im März 2013 die Insolvenz herbeigeführt zu haben. Döring beteuerte gleichfalls seine Unschuld und hatte in seiner Aussage ebenso wie Balz die Staatsanwaltschaft angegriffen und ihr fehlende Objektivität vorgeworfen.

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