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Ärger um Temasek : In Singapur gärt der Fremdenhass

Die DBS Group gerät in Kritik Bild: Reuters

Im Vielvölkerstaat Singapur werden Staatsfonds und indische Banker zur Zielscheibe von Rassismus. Angst um Arbeitsplätze und vor Überbevölkerung heizen die Stimmung an.

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          Temasek, als Staatsfonds eine Ikone des Finanzplatzes Singapur, ist zum Ziel scharfer fremdenfeindlicher Angriffe im Internet geworden. Dabei schimmert die Sorge durch, dass der Vielvölkerstaat in der Wirtschaftskrise zu viele Ausländer beschäftige, dass Temasek unter der langjährigen Führung der Ehefrau des Ministerpräsidenten nicht erfolgreich genug arbeite und dass sich die Bevölkerung der Stadt auf Dauer bis auf zehn Millionen Einwohner – die meisten von ihnen Einwanderer – fast verdoppeln werde.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Neben Temasek kam auch die DBS Group, die führende Bank des Stadtstaates, erfolgreich geleitet vom indischstämmigen Piyush Gupta, unter Beschuss. Das Fass zum Überlaufen brachte die Mitteilung des Arbeitsministeriums, 47 Arbeitsgeber wegen „diskriminierender Einstellungspraktiken“ unter Beobachtung zu stellen – 30 von ihnen aus dem Finanzsektor. Daraufhin brach sich aufgestaute Wut Bahn: Insbesondere indischstämmige Banker wurden über Facebook angegriffen.

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