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Wiener Opernball : Wo eine Loge schlappe 13.000 Euro kostet

Da wird einiges geboten: Debütanten bei der Eröffnung des Balls Bild: dpa

Die Ticketpreise für den Wiener Opernball sind astronomisch. Aber wo bekommt man an einem Abend schon Anna Netrebko, ein Tätowierstudio und kostenloses Gulaschgewürz geboten?

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          Der Opernball ist heuer teuer. Eine Eintrittskarte kostet 315 Euro, 25 Euro mehr als im vergangenen Jahr. Wer an einem Tisch sitzen möchte, muss weitere 100 Euro einkalkulieren, eine Loge ist nicht unter 13.000 Euro zu bekommen. Jedes Getränk, jedes Wiener Würstel (das dort „Frankfurter“ heißt) kostet extra. Man kann die Rechnung aber auch andersherum aufmachen und sich fragen, welche Leistungen im Preis inbegriffen sind, „inkludiert“, wie die Österreicher sagen. Und da bekommen die Besucher am 28. Februar aus Anlass des hundertfünfzigsten Geburtstags des Opernhauses tatsächlich besonders viel geboten.

          Christian Geinitz

          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel- und Südosteuropa und Türkei mit Sitz in Wien.

          Das beginnt schon auf dem Weg zum Ball. Erstmals zieht ein Defilee der Gardemusik die gesperrte Ringstraße entlang, baut sich am roten Teppich auf und begrüßt die Gäste mit Regimentsmärschen von 1869, dem Jahr der Eröffnung. Auf die Fassade des prächtigen Gebäudes projizieren Lichtkünstler aus Graz eine Collage aus Komponisten, Sängern, Dirigenten. Im Innern, bei der traditionellen Eröffnung des Balls, zeigen alle Sparten des Opernhauses, was sie können. Die Wiener Philharmoniker unter Marco Armiliato spielen auf – deren Konzerte sonst auch nicht gerade billig sind –, und das Staatsballett mit bekannten Solotänzern schwebt durch den Saal.

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