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Wiederaufbau : Den überfluteten Regionen fehlen Handwerker

  • -Aktualisiert am

In Bad Neuenahr in Rheinland-Pfalz haben die Wassermassen die Fassade eines Bürohauses mitgerissen. Bild: dpa

Personal und Baumaterialien sind knapp: Wie kann der Wiederaufbau nach der Flut gelingen? Fachleute raten dazu, die Vergabeverfahren zu beschleunigen.

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          Noch sind nicht alle Schäden in den überfluteten Gegenden in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sichtbar. Viele stellen allerdings schon fest, dass der Wiederaufbau sehr lange Zeit brauchen wird und viel Hilfe benötigt. Doch woher sollen die dafür notwendigen Handwerker und Bauunternehmen kommen, die mit bisherigen Aufträgen ausgelastet sind und zusätzlich über Materialmangel klagen? Vielfach ist der Wunsch zum Helfen zu spüren – auch auf dem Bau. Schnelle Hilfe ist das oberste Gebot und muss zügig umgesetzt werden, teilt der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) mit. Vergangene Woche haben die Landesverbände bei ihren Mitgliedsunternehmen nachgefragt und den jeweiligen Kommunen die möglichen Hilfeleistungen weitergegeben.

          Jan Hauser
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Für Reinhard Quast, Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDH), geht es zunächst darum, Schutzräume für Menschen zu schaffen, deren Häuser und Wohnungen unbewohnbar sind, sowie Straßen und Brücken für Hilfstransporte und Rettungsfahrzeuge frei zu bekommen. „In der jetzigen Notsituation stehen die Bauunternehmen in den Regionen für akute Krisenhilfe bereit und tun ihr Mögliches, um in den vom Hochwasser zerstörten Gebieten eine provisorische Infrastruktur für die weiteren Rettungs- und Hilfsarbeiten zu schaffen“, sagt er. Das Baugewerbe unterstützt mit Geräten, Maschinen und Baumaterialien und steht laut Quast auch für den Wiederaufbau und Renovierungen bereit.

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