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Milliarden-Versprechen : So teuer könnte eine grüne Bundesregierung werden

Wollen Milliarden in einen Klimafonds stecken: die Parteivorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Robert Habeck und Annalena Baerbock, hier bei einer Parteiratssitzung Bild: dpa

Mehr Klimaschutz, mehr Geld für Kinder und Arbeitslose: Die Pläne der Grünen kosten Milliarden. Zur Kasse bitten will die Partei dafür nicht zuletzt ihre eigenen Wähler.

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          Besser könnte es für die Grünen dieser Tage kaum laufen. In der Europawahl verwiesen sie die SPD auf den dritten Platz und ihre Beliebtheitswerte steigen weiter. In manchen Umfragen ist die Partei mittlerweile schon die stärkste Kraft. Ob Klimafonds, Kindergrundsicherung oder die Abschaffung von Hartz IV: viele Vorhaben der Grünen treffen den Nerv der Wähler. Noch profitieren die Grünen als Oppositionspartei davon, dass sie ihre Pläne nicht finanzieren müssen. Klar ist aber auch: sollte es zu einer Regierungsbeteiligung im Bund kommen, würde das teuer – nicht zuletzt für die Wähler der Grünen.

          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Eine Zahl hat die Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt vor wenigen Tagen schon einmal genannt: Mindestens 100 Milliarden Euro wollen die Grünen in einen Klimafonds investieren. Neue Stromleitungen, höhere Dämme in Überflutungsgebieten, das Pflanzen neuer Baumsorten, die mit Hitze besser klar kommen: Für Maßnahmen wie diese ist der Klimafonds gedacht. Woher das Geld dafür kommen soll, wird noch überlegt. Nach der Sommerpause soll das Finanzierungskonzept stehen.

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