https://www.faz.net/-gqe-9k9ar

Wirtschaftssanktionen : Nordkoreas Wirtschaft schrumpft und schrumpft

Wie viel wird hier produziert? Kosmetikherstellung in Pjöngjang. Bild: AFP

Der Handel ist eingebrochen, die Vereinten Nationen schätzen, dass 40 Prozent der Bevölkerung unterernährt sind. Doch wie hart treffen die Sanktionen das Land tatsächlich?

          4 Min.

          Wie stark belasten die Wirtschaftssanktionen Nordkorea? Wenn Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un und der amerikanische Präsident Donald Trump an diesem Mittwoch im vietnamesischen Hanoi zum Gespräch zusammenkommen, werden sie diese Frage wohl kaum erörtern. Die Antwort auf die Frage ist aber entscheidend dafür, ob das Gipfeltreffen greifbare Fortschritte bei der nuklearen Entwaffnung Nordkoreas bringen wird.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Eine klare Einschätzung der Wirtschaftslage in Nordkorea kann niemand geben. Dazu ist zu wenig aus dem verschlossenen Land bekannt. Die wenigen verfügbaren Indikatoren deuten darauf hin, dass die Sanktionen Nordkorea stark treffen. Die Ausfuhr des Landes sei im vergangenen Jahr um 90 Prozent gesunken, die Einfuhr um 30 Prozent, sagt der südkoreanische Ökonom Kim Byung-yeon. Er beruft sich auf statistische Angaben Chinas, das den Löwenanteil des Außenhandels Nordkoreas abwickelt. Die Statistikdaten Chinas haben gegenüber der nordkoreanischen Statistik den Vorteil, dass sie existieren. Ob sie die wirtschaftliche Wirklichkeit hinreichend abbilden, ist eine andere Frage.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          F.A.Z. PLUS:

            F.A.Z. digital

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Kanzlerkandidatin der Grünen: Annalena Baerbock am Montag in Berlin.

          Kanzlerkandidatin Baerbock : Die grüne Zauberin

          Noch ist die erste Kanzlerkandidatur der Grünen ein Anfang, dem ein Zauber innewohnt. Der könnte für Annalena Baerbock schnell zum bloßen Budenzauber werden.