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Hanks Welt : Die Lust am Enteignen

Luxus-Yacht eines Oligarchen im Hafen von San Remo Bild: AFP

Lange haben Banken, Anwälte und Immobilienmakler im Westen von den reichen Russen profitiert. Wie sich die Neidgesellschaft nun an den Oligarchen abreagiert.

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          Alischer Burchanowitsch Usmanow steht wieder im Zentrum des öffentlichen Interesses. Der Name des Mannes mit der Berufsbezeichnung Oligarch findet sich zusammen mit 30 weiteren russischen und belarussischen Milliardären auf der Sanktionsliste der Europäischen Union. Sein Vermögen wird auf 13 Milliarden Dollar geschätzt. Den Deutschen ist Usmanow bekannt, weil ihm am Tegernsee drei Immobilien im schönsten Alpenstil (außerdem ein Bootshaus) gehören. Das bayerische Voralpenland zieht nicht nur begüterte Deutsche an, sondern lockt die Superreichen aus aller Welt, zum Beispiel den thailändischen König Rama X., der am Starnberger See, vom Fiskus beäugt, ein zweites Zuhause hat.

          Rainer Hank
          Freier Autor in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Usmanows Vermögen ist nun also eingefroren, genauso wie die Villen, Yachten, Helikopter und Kunstwerke seiner Oligarchen-Kollegen. Einfrieren bedeutet, dass Usmanow sein Haus nicht vermieten oder weiterverkaufen darf; es bleibt jedoch sein Eigentum. Die Juristen nennen das ein „Verfügungsverbot“.

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