https://www.faz.net/-gqe-9fv7c

Die (neuen) Grünen? : Annäherung an die Wohlfühl-Wirtschaft

Auf neuem Kurs? Die Grünen-Politiker Al-Wazir (links) und Habeck. Bild: EPA

Die Grünen geben sich nicht mehr so wirtschaftsfeindlich wie früher. Haben sie sich angepasst – oder tarnen sie ihre Absichten nur besser?

          3 Min.

          Die Runde tagte im Geheimen, einen Tag nach der Bayernwahl. Es ging um das geplante Einwanderungsgesetz, zu dem die Grünen die Meinung von rund fünfzig Managern aus der Wirtschaft hören wollten. Von einem interessanten Austausch spricht Kerstin Andreae, wirtschaftspolitische Sprecherin der Partei und Initiatorin der Gesprächsrunde. Von nun an soll der sogenannte Wirtschaftsbeirat zwei bis drei Mal im Jahr zusammenkommen. Das nächste Treffen ist für Februar geplant, dann zum Thema Europapolitik.

          Julia Löhr

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Hendrik Wieduwilt

          Redakteur der Wirtschaft in Berlin, zuständig für „Recht und Steuern“.

          Dietrich Creutzburg

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Die Grünen auf Tuchfühlung mit Deutschlands Managern? Lange Zeit war das unvorstellbar, so wirtschaftsfeindlich traten grüne Spitzenpolitiker in der Öffentlichkeit auf. Doch die Fronten sind nicht mehr so verhärtet. Beim Wirtschaftsbeirat macht nicht nur der Chef der Öko-Bank GLS mit. Auch nicht gerade Grünen-freundliche Unternehmen wie BASF, Bosch und Lidl sind dabei. „Wir holen uns Rat zu Dingen, die parlamentarisch wichtig sind“, sagt Andreae. „Es geht darum, einander besser zu verstehen.“

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Wie schlimm kann es werden? : Vorbereitungen auf die Pandemie

          In Italien, Iran und Südkorea schließt sich das Fenster: An der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus zweifelt kaum noch ein Experte. Und doch ist es zu früh, über Millionen Opfer weltweit zu spekulieren.