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Dürre-Situation in Deutschland : „Regen, Regen, Regen, das ist das Einzige, was hilft“

  • -Aktualisiert am

Die verregneten Tage im Mai waren ein Segen für die Natur Bild: dpa

Die Landwirtschaft profitiert von der nasskühlen Witterung im Mai: Die Ernte-Chancen stehen gut. Für den Wald gibt es allerdings noch keine Entwarnung. Zu geschädigt ist er von Jahren der Dürre.

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          Ist der Mai kühl und nass, füllt’s den Bauern Scheun und Fass“, besagt eine alte Bauernregel. Geht es nach ihr, könnte es nach drei Dürrejahren endlich ein guter Sommer für die deutschen Landwirte werden. Denn der vermeintliche Wonnemonat Mai war in diesem Jahr nicht nur zu kalt, sondern vor allem auch sehr niederschlagsreich. Mit 95 Litern pro Quadratmeter kam nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mehr Regen vom Himmel als üblich – im Mittel der vergangenen Jahre waren es 70 Liter – und sehr viel mehr als im Mai 2020. Damals fiel mit 38 Litern nicht einmal die Hälfte des diesjährigen Niederschlags.

          Svea Junge
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Auch wenn sich der ein oder andere geärgert haben dürfte, dass das erste Eis am Badesee noch warten musste: Für die Natur war die Witterung ein Segen. „Die Dürresituation hat sich deutlich entspannt“, sagt Andreas Marx, Klimaforscher am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ. Vor einem Jahr waren die Deutschlandkarten des UFZ-Dürremonitors zu dieser Zeit tiefrot verfärbt: Der Boden war viel zu trocken, die Pflanzen litten unter Trockenstress.

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