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Austritt ohne Abkommen : Wie sich deutsche Konzerne für den Chaos-Brexit rüsten

Das Fährterminal am Hafen von Dover. Bild: dpa

Großbritanniens Scheidung von der EU wird für viele Manager zum Ernstfall – denn noch immer gibt es keine politische Lösung. Wie gut ist die deutsche Wirtschaft auf einen Brexit ohne Abkommen vorbereitet? Eine Analyse.

          6 Min.

          Nur noch 100 Tage bleiben bis zu dem Tag, an dem Großbritannien die Europäische Union verlassen will: Der Brexit, der am 29. März 2019 vollzogen werden soll, wird auch für die deutsche Wirtschaft zur Herausforderung. Das Königreich ist Deutschlands viertgrößter Exportmarkt. Rund 750.000 Jobs hängen hierzulande von diesem Geschäft ab. Aber noch immer ist unklar, wie es mit diesen wichtigen Wirtschaftsbeziehungen nach dem Brexit weitergeht.

          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Marcus Theurer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Am Mittwoch kündigte die EU-Kommission Notfallmaßnahmen für ein befürchtetes Scheitern der Brexit-Verhandlungen mit den Briten an. Das Land würde dann die EU im Frühjahr ohne Austrittsabkommen verlassen – was zu Chaos in vielen Bereichen führen könnte. Die Notfallvorkehrungen der EU beziehen sich unter anderem auf den Luftverkehr, die Zollabfertigung und die Finanzbranche. Sie sind aber sehr eingeschränkt und sollen nur vorübergehend gelten. Die Maßnahmen könnten die Auswirkungen eines No-Deal-Brexit nicht kompensieren, warnte die EU. Unternehmen und andere Beteiligte müssten sich weiter vorbereiten. Aber wie gut sind deutsche Unternehmen für den Brexit-Ernstfall gerüstet?

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