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Steuersünder-Portal : Whistleblower gesucht!

Whistleblower Bradley Birkenfeld kassierte 104 Millionen Dollar. Bild: Steffen Roth / Agentur Focus

Über das neue Meldeportal in Baden-Württemberg wird kontrovers diskutiert. Doch viele Regierungen fordern die Bürger dazu auf, Steuerbetrüger zu enttarnen – manchmal sogar mit viel Geld.

          3 Min.

          Das jüngst freigeschaltete Meldeportal des Baden-Württemberger Finanzministeriums für anonyme Steueranzeigen hat es in den Wahlkampf geschafft: Mit Schlag­worten wie „Steuer-Stasi“ dokumentieren die Kritiker in den Augen mancher Geschichtsvergessenheit, aber zugleich ein Unwohlsein gegenüber privaten Hobbydenunzianten. Allerdings arbeiten deutsche Finanzministerien schon länger mit anonymen Anzeigen; bisher allerdings gingen die per Mail, Brief oder Telefon ein.

          Hendrik Kafsack
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.
          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.
          Philip Plickert
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.
          Christian Schubert
          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland.

          Was in der Debatte bislang völlig untergegangen ist: Auch andere Regierungen versuchen, die Mitbürger für die Mithilfe bei der Aufdeckung von Steuerhinterziehungen zu gewinnen – und loben dafür sogar Erfolgsprämien aus. Das Land mit der größten Whistleblower-Tradition sind die Vereinigten Staaten. Whistleblower haben geheime Überwachungsprogramme, amtliche Lügen über den Vietnamkrieg und Bilanzfälschung enttarnt.

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