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Der Volkswirt : Wie Reeder sich gegen Piraten schützen

  • -Aktualisiert am

Training für den Ernstfall: Bundespolizisten simulieren einen Piratenangriff. Bild: dpa

Mithilfe von Zolldaten und Positionsdaten von Containerschiffen lassen sich die Folgen der Piraterie für den internationalen Seeverkehr untersuchen. Unsere Gastautoren schauen ins Detail.

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          Die Zeiten, in denen somalische Piraten die bekannteste Bedrohung für die internationale Seeschifffahrt darstellten, scheinen der Vergangenheit anzugehören. Mittlerweile bestehen die größten Herausforderungen für die Schifffahrt in chinesischen Lockdowns, globalen Schiffsstaus und der pandemiebedingt hohen Nachfrage nach Gütern, die Kapazitäten der Branche ausreizt. Die Piraterie ist damit zwar aus den Schlagzeilen verschwunden, nicht aber aus dem internationalen Seehandel. Allein im Jahr 2020 zählte die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) 229 Vorfälle, bei denen mehr als einhundert Menschen als Geiseln genommen wurden.

          Im Vergleich zum Vorjahr haben die Angriffe damit sogar um 20 Prozent zugenommen. Auch die Pandemie trägt hier vermutlich eine Teilschuld, da viele Menschen ihre Arbeit verloren haben und damit in die Arme krimineller Organisationen getrieben wurden, um sich und ihre Familien zu ernähren. Nur trifft die Piraterie nicht mehr den Golf von Aden vor Somalia, sondern die Küsten von Westafrika, das südchinesische Meer und die Straße von Malakka. Letztere gehören aber genau wie der Golf von Aden zur wichtigsten Seehandelsroute zwischen Europa und Asien.

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