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Neuer Seeweg durch die Arktis : Putin setzt auf dünnes Eis

Ein Schiff am Hafen in Murmansk Bild: EPA

In der Arktis gibt es einen neuen Seeweg, und Putin profitiert davon: Russland baut neue Handelsrouten und will sich Bodenschätze sichern. Auch China zeigt Interesse – und hofft auf eine „Eis-Seidenstraße“.

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          Die Arktis ist für den russischen Präsidenten Wladimir Putin ein willkommenes Thema. Während der Westen in der Region vor allem Probleme sieht – den Klimawandel, das Abschmelzen des Meereises –, verbindet Russland große Chancen mit ihr: In der Arktis werden immense Bodenschätze vermutet, die durch die Erwärmung zugänglicher werden. Militärisch und wirtschaftlich ist Russland den anderen Anrainerstaaten in der Region schon jetzt weit voraus. Sogar bei den Vereinten Nationen bemüht es sich um den Ausbau seiner Vormachtstellung und strebt die Anerkennung einer Fläche von 1,2 Millionen Quadratkilometern als Teil des russischen Festlandsockels an.

          Katharina Wagner

          Wirtschaftskorrespondentin für Russland und die GUS mit Sitz in Moskau.

          Die Erforschung neuer Vorkommen geht jedoch kaum voran: Wegen der Krim-Annexion stellte Amerika 2014 den Technikexport für schwer zugängliche Erdölprojekte in der Arktis unter Strafe. Vergangenes Jahr verließ deshalb der amerikanische Ölkonzern Exxon ein Jointventure mit dem Kreml-kontrollierten Rosneft, das in der Arktis Probebohrungen durchführen sollte.

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