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Unilever-Chef im Portrait : Ein Weltverbesserer in der Industrie

Paul Polmann bei einer Klimakonferenz in Bonn. Bild: EPA

Paul Polman hat dem Konsumgüterkonzern Unilever einen grünen Anstrich gegeben – und geriet dadurch von seinen Investoren unter Druck. Jetzt meutern sie aus noch einem Grund.

          3 Min.

          Nicht viele Vorstandsvorsitzende distanzieren sich öffentlich von ihren eigenen Entscheidungen. Wenn sie ihre Konzerne umbauen, Kosten senken, Stellen abbauen, geben sie dem lieber einen konstruktiven Dreh. Sie machen dann das Unternehmen „fit für die Zukunft“, wie einer der Klassiker aus den Rhetorikleitfäden für Manager lautet.

          Klaus Max Smolka

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nicht so Paul Polman, Vorstandsvorsitzender von Unilever, Leiter einer der global führenden Konsumgüterkonzerne, Herr über Dove-Seifen und Omo-Waschpulver, über Knorr-Suppen und Cornetto-Eis. Polman ist der Manager, der Unilever einen grünen Anstrich gab. Der in emotional gefärbten Reden für verantwortliches Wirtschaften wirbt, für Rücksicht auf Lieferanten und die Umwelt. Polman ist, überspitzt, der Weltverbesserer der niederländischen Großindustrie – wenn nicht der globalen Großindustrie.

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