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Langzeit-Staatsanleihen : Corona-Schulden für den Sankt-Nimmerlein-Tag

Immer mehr Investoren interessieren sich dafür, ihr Geld möglichst langfristig sicher zu parken. Bild: Rüchel, Dieter

Die enormen Kosten der Krise machen eine alte Idee populär: Anleihen, die Staaten erst in vielen Jahrzehnten zurückzahlen müssen. Das ist mehr als ein Hirngespinst.

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          Es ist eine absurde Situation: Staaten rund um den Globus stecken in der tiefsten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Und dennoch ist das Vertrauen in die Staaten größer denn je. Dafür jedenfalls sprechen die rekordniedrigen Zinsen, die diejenigen in Kauf nehmen, die den Staaten Kredit geben. Deutschland, das im kommenden Jahr 180 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen wird, hat im laufenden Krisenjahr sogar mehr als 7 Milliarden Euro durch die Ausgabe neuer Schuldpapiere verdient. Man muss sich das bildlich vorstellen: Anleger geben dem Bund Geld, allein für das Versprechen, es in der Zukunft wiederzubekommen – und packen noch eine ordentliche Bonuszahlung obendrauf.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.
          Mark Fehr
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Johannes Pennekamp
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

          Wenn das Schuldenmachen selbst in der tiefsten Krise Geld einbringt und Investoren nahezu alles kaufen, was Staaten auf den Markt werfen, drängt sich eine Frage auf: Warum begeben Staaten nicht einfach Anleihen mit extrem langen Laufzeiten zum Minizins, um die Corona-Schulden erst am Sankt-Nimmerleins-Tag begleichen oder abzulösen zu müssen?

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